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Jagdbekleidung und Jagdausrüstung für die Pirsch

Ansitzen oder Pirschen, das ist oft die Frage, bevor es raus auf die Jagd geht. Beide Jagdarten haben ihre Vorzüge und ihre Liebhaber. Was auf dem Ansitz bequem und eher warm und mollig sein soll, muss bei der Pirsch luftig, leicht, lautlos sowie bewegungsfreundlich sein. Im Sommer kommt dann noch der Insektenschutz hinzu. Im folgenden Beitrag haben wir ein paar Pirsch-Tipps für Sie zusammengefasst.  Aber was ist die Pirsch genau? Das Online-Nachschlagewerk Wikipedia definiert diesen Begriff so: 

Pirsch: Hierbei begeht der Jäger vorsichtig und leise das zu bejagende Gebiet, er „pirscht“ beziehungsweise schleicht sich gegen den Wind an, um unbemerkt möglichst nahe ans Wild zu kommen. Spuren wird er nicht blindlings folgen, sondern nur dann, wenn sie vielversprechend sind. Dazu ist eine gute Revierkenntnis erforderlich. Fährten im Neuschnee sind leicht zu erkennen. Deshalb dienen sie als besonders gute Grundlage für die Entscheidung, an bestimmten Stellen zu pirschen. Pirschen bedeutet, sich unbemerkt und ungesehen so nah wie eben möglich an das Wild heranzubewegen. https://de.wikipedia.org/wiki/Jagd#Einzeljagd

Aber Vorsicht, oberstes Gebot auf der Jagd ist es, immer auf den Wind achten. Den Wind im Nacken verhindert den Anblick und den Erfolg auf der Pirsch. Was aber noch schlimmer ist, das Wild wird - teilweise auf lange Zeit - vergrämt. Laute Geräusche auf der Pirsch sind genauso störend und sollten tunlichst vermieden werden. Während der Sommermonate besitzt der frühe Morgen seine Vorzüge. Die Wege sind noch feucht vom Morgentau und die Geräusche des Laufens werden sanft gedämmt. Ein ordentlich gefegter und freigeschnittener Pirschweg kommt Ihnen hierbei zusätzlich zugute.

Erfolgreich pirschen mit der passenden Jagdbekleidung- und ausrüstungJaeger_auf_der_Pirsch_Textbild

Auf der Pirsch muss der Jäger immer das gesamte Gelände sorgfältig im Blick haben und auf einen wegsamen Untergrund achten. Jeder knackende Ast oder trockene Zapfen verursacht zu viel Lärm. Achten Sie auf rätschende Eichelhäher, warnende Krähen sowie abspringendes Wild. Ist Wild in Sicht, muss regungslos verharrt und abgewartet werden, ob das Wild ruhig weiterzieht oder äst, bevor Sie näher heranpirschen. Wenn möglich immer in Deckung bleiben.

Die Jagdbekleidung und Jagdausrüstung sollte an die jeweilige Wildart und die aktuellen Wetterbedingungen angepasst sein. Geräuscharm, atmungsaktiv und möglichst tarnfarben sind die Adjektive bei der Bekleidungsauswahl. Die Bekleidung ist mitverantwortlich für den jagdlichen Erfolg sowie ruhige, ausgeglichene Bewegungen. Das bedeutet, eins zu werden mit dem Umfeld und sich der Umgebung anzupassen. Viele Jäger bedenken nicht, dass das Gesicht und die Hände beim Hochnehmen von Optik oder Waffe hell und störend wirken. Leichte Jagdhandschuhe und Gesichtsmasken wirken hier Wunder. Beim Schuhwerk ist es ratsam, Jagdstiefel zu wählen, die dem Fuß guten Halt geben und den Knöchel unterstützen. Abseits des Weges ist es oft uneben und der Fuß kann leicht umknicken.

Was gehört zur Jagdzubehör bei der Pirsch

Zur Jagdausrüstung auf der Pirsch gehören  Gewehr, Fernglas, Pirschstock und eventuell ein Rucksack. Alles sollte möglichst leicht, gut aufeinander abgestimmt und schnell sowie geräuschlos zur Hand sein. Vielseitige und nützliche Begleiter sind Pirschstöcke, auch Zielstöcke genannt. Sie 

Schützen_mit_Zielstock

dienen dem Jäger als ruhige und sichere Auflage für Waffe oder Optik, wie Fernglas und Spektiv. Bevor Sie zur Pirsch aufbrechen, sollten Sie sich mit dem Pirschstock vertraut machen und ein paar Trockenübungen absolvieren. Das spart im Ernstfall Zeit, unnötige Geräusche sowie Bewegungen. Vor allem sollte bei der Jagdausrüstung für die Pirsch auf das Gewicht geachtet werden, da oft über Stunden gepirscht wird.

Checkliste für Pirschausrüstung

Jagdbekleidung auf der Pirsch 

Tarnen und Täuschen gehören bei der Pirsch zum Handwerk. Aber nicht nur die Farbgebung der Bekleidung spielt eine Rolle, sondern auch die Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität, Lautlosigkeit sowie die Mücken- und Zeckenabwehr. Pirschbekleidung mit Tarneffekt ist vorteilhaft und gehört heute zur gängigen Praxis bei der Pirsch- und auch Ansitzjagd. Bekleidung mit Tarnmuster, die anfangs oft belächelt wurde, hat sich durchgesetzt und als äußerst praktikabel erwiesen. Jagdbekleidung für die Pirsch, vor allem Jagdhosen und Jagdjacken sowie Jagdaccessoires gibt es an alle Jahreszeiten farblich angepasst und für die Gesellschaftsjagden in leuchtendem Signalorange.

Checkliste für Bekleidung

Jäger_mit_Insektenschutz

  • Jagdjacke
  • Jagdhose
  • Funktionsunterwäsche
  • Kopfbedeckung
  • Jagdstiefel
  • Jagdsocken
  • Jagdhandschuhe
  • leichte Regenbekleidung
  • Jagdgamaschen

Sicherheit auf der Jagd geht vor

Bei der Pirsch hat die Sicherheit bei der Schussabgabe höchste Priorität. Der Pirschjäger hat bei der Schussabgabe einen weniger günstigen Schusswinkel als auf dem Ansitz. Es gibt keine erhöhte Schussposition, also auch keinen Boden hinter dem Wild, der als Kugelfang dienen könnte. Auf der Jagd muss immer auf einen sicheren Kugelfang geachtet werden. Nur wenn ein sicherer Kugelfang gegeben ist, darf eine Schussabgabe erfolgen.

In der Ruhe liegt die Kraft. Wenn Wind, Untergrund und die nötige Sicherheit nicht passen, lieber abbrechen und einen Ortswechsel vorziehen.

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