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Ranzzeit des Fuchses – Sechs Fakten im Überblick

Wenn zwischen Dezember und Februar draußen in Wald und Flur das Bellen der Füchse auf Paarungssuche zu hören, hat die Ranzzeit begonnen. In den Wintermonaten erreicht der Fuchs den Höhepunkt seiner Aktivität des ganzen Jahres.

1. Das Suchverhalten

In der Ranz suchen die Rüden gezielt nach paarungsbereiten Fähen und versuchen gleichzeitig konkurrierende Rüden auszustechen. Auf ihrer Suche verlassen sie häufig das heimische Revier und legen dabei weite Strecken zurück. Diese Entfernung kann bis zu fünf Kilometer zum Heimatrevier betragen, in bestimmten Fällen kann die Distanz durchaus noch größer sein.

Dabei kann es vorkommen, dass mehr als ein Rüde dieselbe Fähe wittern und sich mit mehreren Rüden in ihrer Nähe aufhalten. Dies führt zu agressiven Rangkämpfen, bei denen es durchaus zu schweren Verletzungen kommen kann. Die Füchse sind in der Ranz zum Teil auch tagsüber aktiv.

2. Die Kommunikation

Die Kommunikation spielt während der Paarungszeit bei den Füchsen eine große Rolle. Bekannt sind circa 40 verschiedene Laute, die der Verständigung dienen. Die meisten davon sind Kontaktlaute.

Der am häufigsten abgesetzte Ton ist dem eines hohen Hundebellens oder eines heiseren Schreis ähnlich. Die Stimmlage ist zwischen den Geschlechtern verschieden. Sofern sich Rüde und Fähe bekannt sind, können sie sich an ihren individuellen Lauten erkennen.

3. Die Duftmarkierung

Neben der Kommunikation durch Laute, spielt auch die Verständigung durch das Markieren eine große Rolle. In der Hochphase der Ranz markieren sowohl Rüde als auch Fähe während einer Nacht mehrere Male, dabei heben beide Geschlechter das Bein.

Durch diese Duftabsetzung können Botschaften an Artgenossen weitergeleitet werden. Rüden können bei günstigen Bedingungen eine Fähe aus mehreren hundert Metern Distanz wittern. Der typische Fuchsgeruch wird während der Ranzzeit aus der Viole abgesondert, die etwa fünf Zentimeter entfernt von der Luntenwurzel sitzt.

4. Der Paarungsakt

Im Gegensatz zu den Haushunden sind Füchse nur saisonal fruchtbar. Die zeugungsfähige Zeit erstreckt sich in den heimischen Breitengraden von Dezember bis Ende Februar, die Höchstzeit erreicht sie im Januar. In weiter nördlichen Teilen Europas setzt die Ranz erst im März ein.

Während einer Zyklusperiode hat jede Fähe nur wenige fruchtbare Tage, in der Regel zwischen zwei und drei. Die Aufnahmefähigkeit der Fähe kann bis zu zwei Wochen vor der Ovulation vom Rüden anhand des Duftes der Markierung erkannt werden. Geschlechtsreif sind Rotfüchse mit circa zehn Monaten.

Trifft ein Rüde auf seiner Suche eine paarungsbereite Fähe, dauert der in Fuchsbauten oder im Freien stattfindende Paarungsakt oft mehrere Stunden an. Nach dem Begattungsakt bleiben beide Partner noch über eine gewisse Zeit miteinander verbunden. Der Grund für das sogenannte „Hängen“ ist der auf das mehrfache der Normalgröße anschwellende Penis des Rüden. Es dauert circa eine halbe Stunde bis das Paar sich wieder voneinander löst.

Da sich die Fähen meist mit mehreren Rüden innerhalb ihrer fruchtbaren Tage paaren, ist es möglich, dass ein Wurf Welpen von verschiedenen Rüden stammt. Die Fähe geht circa 53- 54 Tage dick, bevor sie im Regelfall ein Geheck von drei bis sechs Welpen wirft.

5. Die Altersbestimmung

Das Alter eines männlichen Fuchses kann zur groben Ermittlung anhand seines Penisknochens geschätzt werden. Generell gilt dabei die Regel, dass mit steigendem Alter Länge und Gewicht des Penisknochens zunehmen. Der Penisknochen ist bei vielen Jägern, je nach Region, eine bekannte Trophäe.

6. Die Jagd während der Ranzzeit

Die hohe Aktivität der Füchse während der Ranzzeit können Sie als Jäger gut zur Bejagung der Rotröcke nutzen. Nutzen Sie zur Jagd Lockstoffe und Hochsitze die in Baunähe liegen, da diese häufig zur Paarung aufgesucht werden. Aber auch der Ansitz auf Wiesen und abgeernteten Äckern ist neben den üblichen Pässen erfolgsversprechend, da die Rüden auf der Suche nach einer Fähe weite Kreise ziehen.

Mit bestimmten Lockinstrumenten lässt sich der Fuchs während der Ranz ideal herbeirufen. Zur Jagd empfehlen sich kombinierte Waffen, wie die Bockbüchsflinte, der Drilling und der Bockdrilling. Durch den kleinkalibrigen Kugellauf wird der Balg, der zu dieser Zeit in seiner Winterpracht steht, am wenigsten angegriffen.

Bildquellen:
© istock.com - jarino47

 

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