Apport beim Jagdhund - Tipps und Tricks aus der Praxis

Konsequenz, gleichbleibende Kommandos und viel Zeit und Geduld sind die Grundpfeiler der Hundeausbildung. Diese Grundpfeiler sowie stetige vertrauensbildende Maßnahmen sind für die Ausbildung zu einem verlässlichen und erfolgreichen Jagdhund unerlässlich. Alle im Blog aufgeführten Schritte zum Apport beim Jagdhund sollten mit strenger Konsequenz, aber auch mit viel Lob ausgeführt werden. Eine einheitliche Formel hierfür gibt es nicht. Jeder Hund ist ein Individuum und hat seine eigene Persönlichkeit. Diese muss vom Hundeführer erkannt und gefördert werden, so kann aus Jäger und Jagdhund ein perfektes Team werden.


 

Ausrüstung für die Jagdhundeausbildung zum Apport

Was Sie als Apportel verwenden, ob Apportierdummy oder Apportierbock, beziehungsweise Apportierhantel, ist Ihnen überlassen. Die Übungsutensilien müssen natürlich an die Größe und das Körpergewicht der Rasse Ihres Jagdhundes angepasst werden. Sie können auch mit wenig Gewicht starten und die Hantel mit einem Zusatzset im Laufe der Ausbildung beschweren. Viele Hunde mögen nicht das blanke Holz des Apportierbockes in den Fang nehmen. Hier hilft es, ein wenig „Fell“ von einer alten Schwarte, Rehdecke oder Fuchsbalg herumzuwickeln. Zusätzlich sind eine passende Halsung, eine kurze Hundeleine, eine Feldleine sowie eine Hundepfeife zu empfehlen. Weitere Produkte, die Sie bei Ihrem Hundetraining unterstützen, finden Sie im Onlineshop in der Kategorie Jagdhundeausbildung.

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Der erste Schritt beim Apportieren ist die Duldungsphase. Hier kommt es darauf an, dass der Hund ruhig und ohne zu drehen oder zu kauen die Apportierhantel oder den Apportierdummy im Fang hält und erst auf Kommando ausgibt. Dies, wie auch alle weiteren Schritte, werden solange in Ruhe geübt, bis sie sitzen. Alle Übungen können Sie auch einfach mal zwischendurch zuhause üben. Ganz wichtig ist, erbrachte Leistung zu honorieren. Das muss nicht immer mit einem „Leckerli“ sein, sondern kann auch mit Streicheleinheit oder der Stimme erfolgen.

In vier Schritten den Apportierbock aufnehmen

  • Den Hund an die kurze Leine nehmen und das Apportel direkt vor den Fang des Hundes halten. Mit dem Kommando „Apport“ und einem sanften Druck gegen die Lefzen bringt man den Vierläufer zum Öffnen des Fangs und selbstständigen Greifen nach dem Apportel. Dies solange üben, bis der Hund nach erfolgtem Kommando das Apportel selbstständig aufnimmt und hält bis das Kommando zum Ausgeben erfolgt. Wichtig bei dieser Übung in vier Schritten ist, dass Sie dem Hund mit dem Apportierbock nicht entgegen kommen. Der Hund muss freiwillig in Ihre Richtung greifen. Erst dann sollten Sie den nächsten Übungsschritt angehen.
  • Der 2. Schritt erfolgt auf einer anderen Höhe. Den Dummy oder Apportierbock über das Haupt des Hundes halten und das Kommando zum Apport geben, der Hund soll sich selbstständig nach dem Apportel strecken. Diesen Schritt wieder solange üben, bis der Hund ohne Zwang das Apportel in den Fang nimmt und auch hält.
  • Bei diesem Schritt wird wieder die Höhe, in der Sie den Apportierbock halten, verändert. Das Apportel nach unten auf der Höhe Ihres Wadenbeins halten. Der Hund soll nach dem Kommando zum Apport den Apportierbock wieder selbstständig apportieren und halten bis das Kommando zum „Aus“ erfolgt.
  • Der vierte Schritt ist, den Apportierdummy auf den Boden zu legen und den Hund mit dem Kommando „Apport" dazu aufzufordern, den Dummy freiwillig aufzunehmen und wiederum zu halten, bis das nächste Kommando erfolgt.

Apportel auf Kommando selbstständig apportieren und ausgebenshutterstock_205357825_300x300

Den Dummy auf den Boden legen und vom Hund im Vorbeigehen auf Kommando aufnehmen lassen. Dies immer wieder üben, bis es problemlos funktioniert und hierbei lieber öfter kleine Übungssequenzen zwischendurch als stundenlanges Üben.

Jetzt auf Distanz mit langer Leine oder Schleppleine das selbstständige Apportieren erarbeiten. Das Apportel wird auf Distanz ausgelegt und der Hund soll auf Kommando zum Apportel laufen, es selbstständig aufnehmen und zutragen.

Wenn alle vorangegangenen Schritte von dem Jagdhund auf das jeweils erfolgte Kommando selbstständig und sicher ausgeführt werden, können Sie anfangen, mit erlegtem Wild zu arbeiten. Hier beginnen Sie wieder mit der kurzen Leine und dem Apportieren aus der Hand. Penibel darauf achten, dass der Hund auch bei Wild sauber zufasst und nicht mit dem Wild „spielt“.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Ausbildung und für die Zukunft Waidmannsheil mit Ihrem vierbeinigen Jagdfreund.

Titelbild © www.wolfsklamm.de

 

 

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