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Jagdbekleidung waschen und richtig pflegen

Nach der Jagd ist vor der Jagd. Ist die Drückjagdsaison beendet und die Neujahrs-Vollmondphasen mit Schnee erfolgreich genutzt, sollten Sie Ihre Jagdbekleidung und Jagdausrüstung nicht einfach in die Ecke stellen. Mit ein wenig Zeitaufwand und Pflege können Sie Ihre Jagdausrüstung nicht nur in der nächsten Saison mit Freude und Sicherheit nutzen. Sie werden erkennen, dass sich dieser kleine Pflegeaufwand auch über die Jahre mehr als auszahlt. Schließlich hat es ja auch einige Zeit gedauert und Geld gekostet, bis die für Sie passende Ausrüstung zusammengestellt war. Im folgenden Blogbeitrag haben wir Ihnen wichtige Tipps und Tricks für die richtige Pflege Ihrer Jagdausrüstung zusammengestellt. 

Jagdbekleidung richtig waschen, pflegen und lagern

Ein weitverbreiteter Aberglaube bei vielen Jägern ist, dass Jagdjacken und Jagdhosen mit Membran nicht gewaschen werden dürfen. Das ist falsch. Im Gegenteil, Funktionsbekleidung soll von Zeit zu Zeit gewaschen werden, damit sie funktioniert. Die Membran setzt sich mit Staub und Schmutz zu und kann nicht mehr ihre eigentlichen Aufgaben erfüllen. Spezielle Wasch- und Pflegemittel gibt es im Grube Onlineshop zu kaufen. Ist das Kleidungsstück imprägniert, sollte diese Imprägnierung von Zeit zu Zeit erneuert werden. Umwelteinflüsse und das Waschen lassen die Imprägnierfunktion schwächer werden. Lesen Sie sorgfältig die Waschanleitung auf dem Pflegeetikett und los geht's._BA_7205_ret_300x300

  • Taschen leeren
  • Reiß- und Klettverschlüsse schließen
  • auf links drehen
  • im Wäschesack waschen
  • bei 30 °C bis maximal 40 °C waschen
  • flüssiges Funktionswaschmittel verwenden
  • keinen Weichspüler, kein Bleichmittel und keinen Fleckenentferner benutzen
  • bei maximal 600 Umdrehungen schleudern
  • nach Imprägniervorgang kurz im Schonwaschgang in den Wäschetrockner geben
  • nicht in der prallen Sonne trocknen

Besitzen Sie spezielle Winterbekleidung, die Sie erst wieder im nächsten Winter tragen? Dann sollten Sie diese in Kleidersäcken staubfrei und trocken lagern. Bei Wollkleidung eignet sich ein zusätzlicher Mottenschutz, damit im nächsten Herbst keine bösen Überraschungen zutage kommen.

Jagdstiefel und Jagdgummistiefel putzen und pflegen

Jagdstiefel und auch Gummistiefel benötigen regelmäßig Pflege. Das erhöht die Lebensdauer und auch den Tragekomfort, da der Schuh so geschmeidiger ist. Vor dem Einwintern muss der Schuh auf jeden Fall gründlich gereinigt und dann mit geeigneten Schuhpflegemitteln behandelt werden. Für Gummistiefel gibt es spezielle Pflegemittel, die das Gummi reinigen und verhindern, dass es brüchig wird.

Wichtige Pflegetipps für Lederstiefel

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  1. Den Schmutz regelmäßig mit einem Tuch oder einer Bürste und lauwarmem Wasser entfernen. Nur für sehr hartnäckige Fälle sollte Lederreiniger verwendet werden.
  2. Nach dem Reinigen können Sie silikonhaltige Imprägniersprays verwenden. Einwirken lassen und dann wachsen.
  3. Das Leder nach dem Reinigen mit einem farblosen Lederpflegemittel behandeln. Lederöle sind Gift für das Schuhoberleder. Sie verändern die Stabilität der Schuhe. Leider wird immer noch oft das Gegenteil behauptet. Gute Jagdstiefel sind häufig aus offenporigem Nubukleder gefertigt. Das ideale Pflegemittel für diese Schuhe ist Schuhwachs. Dieses bitte sparsam, aber dafür regelmäßig anwenden. Länger einwirken lassen und dann mit einer feinen Bürste auspolieren.

Die Lederpflege-Tipps gelten für alle Utensilien, wie Gürtel, Leinen, Patronenetuis, Gewehrriemen und Taschen sowie Bekleidung aus Leder.

Jagdrucksack, Jagdtasche und Gewehrfutteral reinigen

Wichtig ist, den Inhalt einmal komplett herauszunehmen, zu trocknen, abzuwischen und gegebenenfalls zu entleeren (Flüssigkeiten oder Batterien). Dann den Rucksack, die Jagdtasche oder das Futteral ausschütteln, reinigen, eventuell  reparieren und imprägnieren. Danach trocken lagern und das Equipment kennzeichnen, welches bei Saisonbeginn mit neuen Batterien usw. wieder bestückt werden muss. Dazu zählen unter anderem Entfernungsmesser, Taschenlampen, Zieloptik und Ähnliches. Einweghandschuhe, Beutel für Aufbruch sowie der Inhalt des Erste-Hilfe-Sets für Mensch und Hund sollte überprüft und aufgefüllt werden.

Jagdoptik sorgfältig warten und aufbewahrenJungjaegerLueneburg_15_j18_300x300

Neue Optik kaufen ist oft kostspielig, daher sollten Sie Ihre besonders sorgfältig pflegen. Staub und getrockneter Schmutz kann von der Optik mit einem Objektivpinsel entfernt werden. Für das Reinigen der Linse eignen sich Mikrofasertücher. Um stärkere Verschmutzungen zu lösen, maximal ein leicht feuchtes Tuch benutzen. Nicht nass abwischen! Öl- und Fettrückstände bitte gleich von der Linse entfernen.

Waffen und Munition reinigen und aufbewahren

Egal, ob Büchse, Flinte oder blanke Waffe, sie müssen geputzt und gewienert werden, sonst können Funktion und Sicherheit eventuell eingeschränkt sein. 

Blankwaffen

Alle Arten von Messern müssen gesäubert und nachgeschärft werden. Feststehende Messer mit nicht rostfreien Klingen sind mit Öl zu behandeln und aus den Lederscheiden zu nehmen, da sonst Rostgefahr besteht. Bei Klappmessern sind die Klinge und das Heft zu säubern und die Mechanik zu ölen.

Jagdgewehre

Lang- und Kurzwaffen sind gründlich von Schmutz zu reinigen und danach zu trocknen. Alle gleitenden Teile sollten eingeölt sowie Schaft und Lauf mit speziellen Pflegemitteln behandelt werden. Im Laufinneren ist auch zu prüfen, ob sich dort Schmutz und Geschossablagerungen angesammelt haben. In diesem Fall ist eine mechanische oder auch chemische Laufreinigung zu empfehlen. Lesen Sie hierzu unseren ausführlichen Blogbeitrag: Waffenreinigung leicht gemacht  - Anleitung & Zubehör

Jagdhundezubehör

Da unsere vierbeinigen Jagdhelfer inzwischen auch über eine eigene Jagdausrüstung verfügen, muss diese natürlich auch gesäubert, getrocknet und gewartet werden. Hierzu zählen:B_77-787_1_j10_300x300

  • Halsungen und Hundeleinen
  • Hundeortung
  • Hundeschutzwesten
  • Signalwesten
  • Schweißriemen

 

Wenn dann die Jagdausrüstung und Jagdkleidung ausreichend gepflegt und optimal verstaut ist, sollten Sie die jagdfreie Zeit für Ihre Familie nutzen. Sofern Ehepartner, Kinder, Freund oder Freundin nicht auch schon mit dem Jagdvirus angesteckt sind, freuen sie sich bestimmt über ein paar nichtjagdliche Unternehmungen. :-) 

Bildquelle: Titelbild © anolkil

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