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Wildverbiss vermeiden - Mittel und Wege

Ein häufig auftretendes Problem in der Forstwirtschaft ist der Verbiss von Forstpflanzen durch Wild. Geschädigte Pflanzen sind in ihrem Wachstum nachhaltig gestört. Es kann sogar zum Absterben der Pflanze kommen. In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen Mittel und Wege, um Wildverbiss zu vermeiden.

Mittel, um Wildverbiss zu vermeiden

Alle Maßnahmen zum Schutz vor Verbiss lassen sich zunächst in Einzelschutz und Flächenschutz unterteilen, je nachdem ob sich der Schutz auf Einzelpflanzen oder ein ganzes Areal bezieht. Einzelschutz lässt sich auf mechanischem Wege (Wuchshüllen, Wildschutzspiralen oder Verbissschutzmanschetten) oder chemisch durch Auftragen flüssiger Verbissschutzmittel realisieren.

Chemische Verbissschutzprodukte sind entweder als kombinierte Sommer- und Winterverbissschutzmittel oder als reine Winterverbissschutzmittel erhältlich. Der unterschiedliche Anwendungszeitraum liegt innerhalb (Sommerverbiss) oder außerhalb der Vegetationsperiode (Winterverbiss). Da im Wachstum befindliche Pflanzenteile weniger robust sind als bereits verholzte, sind kombinierte Produkte schonender zur Pflanze. Die körnige, pastöse Konsistenz der „Winterprodukte“, hier ist vor allem Cervacol extra zu nennen, ist dafür auch bei hohem Verbissdruck noch sehr wirksam. Cervacol extra darf allerdings nicht auf grüne Pflanzenteile in der Wachstumsphase aufgebracht werden.

Die Wirkungsweise von chemischen Mitteln gegen Wildverbiss

Chemische Verbissschutzmittel haben einen unangenehmen Geruch oder Geschmack für Wildtiere, beeinträchtigen aber bei richtiger Anwendung nicht das Wachstum der Pflanzen. Auch die Farbe oder Bestandteile wie zugesetzter Sand können eine abschreckende Wirkung haben. Oftmals kommen hierbei auch Inhaltsstoffe zur Anwendung, bei denen die Wirkung natürlicher Stoffe genutzt wird. Ein Beispiel dafür ist der Wirkstoff Schaffett bei Trico, eine anwenderfreundliche Weiterentwicklung der Schafwolle-Bündel aus früheren Zeiten. Je nach Pflanzengröße müssen die Bäume über mehrere Jahre behandelt werden, bis sie dem Äser des Wildes entwachsen sind. Insbesondere der Terminaltrieb sollte sorgfältig mit den MItteln behandelt werden, um Wildverbiss zu vermeiden. Verbissschutz_Nadelholz

Welche persönliche Schutzausrüstung ist erforderlich?

Viele Forstschutz-Produkte aus unserem Sortiment lassen sich auf mehrere Arten ausbringen. Die gängigsten Formen sind das Spritzen mittels Rückensprühgerät oder das Streichen mittels Doppelbürste, Verbissmittelzange oder Winkelpinsel. Im Allgemeinen lassen sich alle Baumarten mit diesen Verfahren behandeln.

Wie bei allen Forstschutzmitteln ist auch in diesem Fall das Tragen von Schutzbekleidung empfehlenswert. Diese besteht aus Pflanzenschutzmittelhandschuhen und Schutzbrille. Besondere Schutzanzüge sind bei der Ausbringung von Mitteln gegen Verbiss nicht zwingend notwendig. Allerdings schützen sie die Arbeitskleidung vor Verschmutzung durch diese Produkte.

Wildverbiss im Garten wirksam vermeiden

Wenn Rehe sich im heimischen Garten an Rosen, Obstbäumen oder Knospen anderer Pflanzen gütlich tun, erfreut das den Gartenbesitzer meist weniger. Chemische Verbissschutzmittel scheiden allerdings häufig wegen ihrer Konsistenz oder aufgrund der Gebindegröße aus. Die Lösung sind sogenannte Vergrämungsmittel. Diese haben einen für Wildtiere sehr unangenehmen Geruch. Es gibt Produkte, deren Geruch von Menschen als weniger störend empfunden werden. Diese sind für den heimischen Garten besonders empfehlenswert. Um Bäume im Garten zu schützen, sind alternativ natürlich auch die mechanischen Schutzmaßnahmen möglich, also Verbissschutzmanschetten oder ein Zaun. Hier entscheiden eher die Gegebenheiten vor Ort über die eingesetzte Methode.

Mechanischer Schutz gegen Rotwild- und Rehverbiss

Wuchshüllen und Schutzmanschetten bieten einen dauerhaften mechanischen Schutz. Je nach Größe der Bäume sind sie in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich. Wuchshüllen haben gegenüber Fegeschutzspiralen den großen Vorteil, dass sie sowohl vor Verfegen als auch vor Verbeißen durch Wildtiere schützen. In den mehr oder weniger geschlossenen Modellen bildet sich ein Innenklima, ähnlich wie in einem Gewächshaus, was zu einem gesteigerten Höhenwachstum bis zu 55 % führen kann. Wuchshüllen benötigen für einen sicheren Stand einen, unter Umständen sogar zwei Haltestäbe. Hierfür sind Eichenstäbe, Akazienstäbe oder Tonkinstäbe empfehlenswert. Durch deren lange Lebensdauer lassen sie sich häufig auch mehrfach nutzen. Die Lebensdauer der eigentlichen Wuchshüllen hängt stark von der Lichteinwirkung am Standort ab.

Ein Nachteil der meisten Wuchshüllen sind die Kosten für deren nachträglichen Abbau. Je nach Standort und Produkt lassen sich die Hüllen am besten durch seitliches Aufschneiden entfernen, wodurch allerdings eine erneute Benutzung nicht mehr möglich ist. Bei Flächenschutz verhält es sich ähnlich: Im Laufe der Nutzungszeit der Wildgatter erobert die Waldvegetation sehr oft die aufgestellten Zäune. Die Geflechte lassen sich dann nur noch mit großer Kraftanstrengung vom Boden lösen, wobei die Drähte sich manchmal verbiegen. Eingewachsene Pflanzenteile durch Abbrennen zu entfernen ist keine gute Idee, denn das Metall verliert hierdurch an Festigkeit und auch die Zinkauflage leidet darunter.Wildzaun_mit_Holzpfahl

Das Wichtigste auf einen Blick

Wie Sie im Wald oder im heimischen Blumenbeet den besten Schutz vor Wildverbiss erreichen, hängt sehr von den örtlichen Gegebenheiten ab. Neben den Anschaffungskosten für den Verbissschutz sollten Sie auch etwaige Folgeanwendungen bzw. Entsorgungskosten einkalkulieren. Bei Fragen zum Thema "Wildverbiss vermeiden" stehen Ihnen auch unsere geschulten Ansprechpartner zur Verfügung. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Mehr zum Thema finden Sie in unserem Blogbeitrag Wildverbiss, Schälen, Fegen – Typische Wildschäden im Vergleich. Dort finden Sie auch Informationen zu Schälschäden durch Wild.

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