Revierarbeiten im Dezember

Im letzten Monat des Kalenderjahres angekommen dreht sich im Revier vieles um die Wildbejagung. Präzise Planung, Effektivität und Vorbereitung sind die Faktoren, die über den waidmännischen Erfolg entscheiden. Erfahren Sie hier, wie Sie schnell und effektiv bei der eigenen Jagd vorgehen können und woran Sie im Dezember denken sollten, um mit Ihrem Revier einen erfolgreichen Start in das neue Kalenderjahr zu erleben.

Für die Futterversorgung sorgen & Bejagung kontrollieren

Der Winter ist für die Wildbestände in unseren Breitengraden eine sehr karge Zeit – die Konfrontation mit Kälte, Schnee und daraus folgendem Nahrungsmangel. Die Menge der vorhandenen Feld- und Waldfrüchte hängt stark von der Vegetation während des ganzen Jahres ab. Haben Sie bereits früh im Kalenderjahr Wildäcker angelegt, unterstützen Sie die Nahrungssicherung des Schalenwildes.

Herrscht über einen längeren Zeitraum Dauerfrost und eine geschlossene Schneedecke, wird die Versorgung des Niederwildes zunehmend problematisch. Sofern es gesetzlich erlaubt ist, können Sie das Wild an Futterkrippen mit Druschabfall, Luzerneheu und Zuckerrüben unterstützen.

revierarbeiten-im-dezember-wildbretverwertungStress und Fluchtbewegungen fordern die Energieverbrennung und schwächen das Wild zusätzlich. Legen Sie den Fokus der Bejagung auf eine schnelle und effektive Jagd im frühen Winter. Der Wildbestand verkraftet den Stress zu dieser Zeit besser, Sie nehmen früh Nahrungskonkurrenten aus dem Revier und geben dem Wild während der energiezehrenden Zeit die nötige Ruhe.

Ein nicht zu vergessender Aspekt bei Erfüllung des Abschusses vor Weihnachten ist die Wildbretverwertung, die zu dieser Zeit einen guten Absatz der erlegten Stücke verspricht. Gerade zu Weihnachten und dem anstehenden Festmahl steigt die Nachfrage nach frischem Wildbret an.

Die beste jagdliche Effizienz versprechen gut organisierte Gesellschaftsjagden. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die passende Jagdausrüstung. Prüfen Sie rechtzeitig vor Beginn der Jagdsaison, ob Sie über alle benötigten Jagdutensilien verfügen.

Hege- und Revierarbeiten im Dezember

Trotz des hohen Zeitaufwandes, den die Jagdausübung im Revier mit sich bringt, sollten Sie die anstehenden Pflege- und Revierarbeiten im Dezember nicht vernachlässigen.

Hier finden Sie kurz und knapp eine präzise Auflistung aller anstehenden Arbeiten:

Aufgabe

erledigt

Fütterungen beschicken*

 

Saukirrungen beschicken*

 

Luderplätze, Mäuseburgen und Fangplätze beschicken*

 

Schneiden und Auslegen von Prossholz

 

Schlagen von Schalhölzern

 

Druschabfall für Rebhühner und Fasanen ausbringen*

 

Raubwild streifen und trocknen

 

Vermarktung des Wildbrets

 

Erfüllung des Abschussplans möglichst vor Weihnachten

 

Planung und Vorbereitung neuer Reviereinrichtungen

 

Fährten und Spuren kreisen bei Neuschnee

 

*Unter Beachtung der geltenden Landesjagdgesetze

Sie möchten gerne eine Checkliste mit allen notwendigen Hege- und Revierarbeiten für alle Monate?

Hier finden Sie unser druckfertiges PDF-Dokument: Checkliste herunterladen

Jagd im Dezember – der geeignete Monat zur Raubwildbejagung

revierarbeiten-im-dezember-jagdNeben der Jagd auf Nieder- und Schalenwild, eignen sich die kalten Monate auch optimal zur Raubwildbejagung im Revier. Im Dezember sollten Sie den Fokus bei der Jagd auf folgende Aspekte legen:

  • mit allen Jagdarten auf Sauen jagen
  • idealerweise Abschussplanerfüllung des anderen Schalenwildes
  • Raubwildjagd mit Flinte & Falle*
  • Fuchssprengen und Frettieren auf Kaninchen*
  • letzte Ernte des Niederwildes bis Schneefall*

*Unter Beachtung der geltenden Landesjagdgesetze

Waschbären, Marder sowie anderes Raubwild lassen sich bei geschlossener Schneedecke aufgrund seiner Spuren besonders leicht entdecken.

Hier empfiehlt sich wegen der vorwiegend nächtlichen Aktivität vor allem die Fallenjagd. Die Jagd auf Marder mit der Waffe gestaltet sich als schwierig, denn Sie fordert das volle Repertoire waidmännischer Fähigkeiten. Neben dem Zufallserfolg beim nächtlichen Ansitz auf Schwarzwild und Fuchs, erfordert die Raubwildjagd eine umfangreiche vorhergehende Spurensuche.

Begeben Sie sich bei Neuschnee auf einen Reviergang, finden Sie mardertypische Spuren oft an Ortsrändern, entlang von Büschen und Bächen sowie Feldscheunen. Die Spuren des Marders können Sie anhand seines typischen Paartritts identifizieren. Verfolgen Sie die Spur solange wie möglich, um ein möglichst klares Bild über den Wechsel zu erhalten. Können Sie einen Marder in einer Scheune oder einem ähnlichen Gebäude identifizieren, eignet sich die Zeit nach Einbruch der Dämmerung am besten zur Jagd. Zu diesem Zeitpunkt wird das Raubwild aktiv und verlässt seine sichere Behausung, um auf Beutezug zu gehen.

Eine weitere Möglichkeit der Raubwildjagd im Revier ist das Anlegen von für den Hund leicht sprengbaren Marderburgen. Was die Waffenausrüstung betrifft, sind Sie bei der Marderjagd mit Schroten bis 2,5 mm gut beraten.

 

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