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    Verbindungsmittel & Anschlagpunkte
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    Verbindungsmittel & Anschlagpunkte für Baumpflege

    Verbindungsmittel und Anschlagpunkte für die Baumpflege gehören zur persönlichen Absturzsicherung und verbinden Klettergurt, Seilsystem und Baum sicher miteinander oder schaffen einen geeigneten Ankerpunkt am Baum. In der Baumpflege sind vor allem transportable, vorübergehend angebrachte Anschlageinrichtungen nach EN 795:2012 Typ B relevant. EN 355 ist nur für bestimmte Systeme innerhalb dieser Kategorie relevant, wenn die jeweilige Einsatzart dies erfordert.

    In der Baumpflege entscheidet der passende Anschlagpunkt oft über einen sauberen, effizienten und materialschonenden Arbeitsablauf. Zum Einsatz kommen Verbindungsmittel und Anschlagpunkte im Kronenraum, am Stamm und beim Einrichten von Zugangs- oder Rettungssituationen. Wichtig ist dabei nicht nur die sichere Verbindung zwischen Anwender und Baum, sondern auch eine Lösung, die sich sinnvoll in das jeweilige Klettersystem einfügt und den Baum möglichst wenig belastet.

    Wofür werden Verbindungsmittel und Anschlagpunkte in der Baumpflege eingesetzt?

    Anschlagpunkte und Verbindungsmittel in der Baumpflege stellen einen belastbaren Bezugspunkt am Baum her und bauen die Verbindung zum Seil- oder Sicherungssystem auf.

    Zu den typischen Anwendungen zählen Stammanker für den Aufstieg, Kambiumschoner zum Schutz von Rinde und Seil, obere oder untere Ankerpunkte im Kronenraum sowie ergänzende Bauteile für Rettungs- und Umbausituationen. Verbindungsmittel erfüllen ihre Funktion immer im Zusammenspiel mit Gurt, Karabinern, Seilen und dem gewählten Arbeitsverfahren.

    Welche Arten von Anschlagpunkten sind im Baum üblich?

    Baumschonende Anschlagpunkte sind in der Baumpflege meist textile oder kombinierte Lösungen, die sich als Stammanker, gewürgte Schlinge oder verstellbarer Kambiumschoner einsetzen lassen.

    • Stammanker für den Aufstieg am Stammfuß oder im unteren Kronenbereich
    • Verstellbare Anschlagmittel für unterschiedliche Stammdurchmesser
    • Kambiumschoner zur Reibungsreduzierung und zum Schutz der Rinde
    • Ankerpunkte mit Ring oder ähnlicher Führung für sauberen Seilverlauf
    • Transportable Anschlageinrichtungen nach EN 795:2012 Typ B für temporäre Anwendungen

    Im baumpflegerischen Einsatz kommt es darauf an, dass sich der Anschlagpunkt an Wuchsform, Aststruktur und Zugrichtung anpassen lässt. Breite Auflageflächen, textile Konstruktionen und durchdachte Führungselemente helfen, Druckspitzen und Scheuerstellen am Baum zu verringern.

    Worauf kommt es bei baumschonenden Anschlagpunkten an?

    Breite Auflage, kontrollierte Lastverteilung und eine möglichst reibungsarme Seilführung sind die entscheidenden Merkmale für baumschonende Anschlagpunkte.

    In der Baumpflege soll ein Anschlagpunkt nicht nur halten, sondern auch Rinde, Bast und Kambium so wenig wie möglich beeinträchtigen. Dafür braucht es breite textile Auflagen, sauber verarbeitete Schlaufen, Ringe oder Führungen sowie eine Positionierung ohne unnötiges Wandern unter Last. Besonders bei wiederholtem Auf- und Abseilen oder beim Einrichten eines Arbeitsankers zahlt sich eine baumschonende Lösung aus.

    Wann sind verstellbare Anschlagmittel sinnvoll?

    Verstellbare Anschlagmittel bieten sich an, wenn der Ankerpunkt an unterschiedliche Stamm- oder Astdurchmesser angepasst werden muss und dabei eine definierte, praxisgerechte Position behalten soll.

    Im Baum verändert sich die Geometrie laufend. Deshalb sind längenverstellbare Lösungen hilfreich, wenn ein Stammanker straff sitzen, eine Schlinge gewürgt eingebaut oder ein Kambiumschoner passend gesetzt werden soll. Segmentierte oder abgestufte Verstellmöglichkeiten erleichtern die Anpassung im Einsatz und können den Aufbau eines oberen oder unteren Ankerpunkts deutlich vereinfachen.

    Wie unterscheiden sich Verbindungsmittel in der Baumpflege von klassischen Halteseilen?

    Kletterbezogene Verbindungsmittel für die Baumpflege verbinden Systemkomponenten oder schaffen einen Anschlagpunkt, während Halteseile vor allem der Arbeitsplatzpositionierung und Sicherung im Arbeitsvorgang dienen.

    Wer eine Lösung zur seitlichen Stabilisierung oder zum Halten am Stamm sucht, findet passende Produkte auch bei den textilen Halteseilen oder den Halteseilen mit Stahleinlage. Geht es dagegen um den Aufbau eines Ankers, die Führung des Seils am Baum oder die Verbindung einzelner Systemteile, steht diese Kategorie im Mittelpunkt. Ergänzend können auch Schlingen und Seilkürzer für Halteseile relevant sein, wenn das System entsprechend erweitert oder angepasst werden soll. In diesem Zusammenhang dienen Verbindungsmittel als Bausteine innerhalb eines abgestimmten Klettersystems.

    Für wen ist diese Kategorie gedacht?

    Geeignet sind Verbindungsmittel und Anschlagpunkte für ausgebildete Baumpfleger, Arboristen und weitere Anwender, die im Baum mit persönlicher Schutzausrüstung und klar definierten Arbeitsverfahren arbeiten.

    Entscheidend ist ein sicherer Systemaufbau mit passendem Bezug zum Baum, zum verwendeten Seil und zur vorgesehenen Arbeitsmethode. Wer Anschlagpunkte für den Aufstieg, für die Arbeitspositionierung oder für Rettungsszenarien auswählt, sollte auf Einsatzart, Verstellbarkeit, Materialschonung und Kompatibilität mit vorhandener Hardware achten.

    Die wichtigsten Normen im Überblick

    Bei Verbindungsmitteln und Anschlagpunkten für die Baumpflege stehen vor allem Anforderungen an sichere Anschlageinrichtungen im Vordergrund. Je nach Systemart kann auch die Energieaufnahme bei einem Sturz relevant sein.

    • EN 795:2012 Typ B — Die EN 795:2012 legt Anforderungen und Prüfverfahren für Anschlageinrichtungen für den Gebrauch mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz fest; Typ B bezeichnet transportable, vorübergehend angebrachte Anschlageinrichtungen. Typ B steht in EN 795 für transportable, vorübergehend angebrachte Anschlageinrichtungen. Die aktuelle europäische Fassung ist EN 795:2012.
    • EN 355 — EN 355 ist eine europäische Norm für Falldämpfer als Bestandteil persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz. Die Normnummer lautet EN 355.

    Stand: Juli 2026

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