Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Grundausstattung für die Motorsägen-Arbeit gehören ein Kombikanister mit Zweitaktgemisch und Kettenöl, ein Kombischlüssel sowie Werkzeuge zum Nachfeilen und Schärfen der Sägekette. Beim Tanken sollten Kraftstoff und Kettenöl immer gemeinsam aufgefüllt werden, da fehlendes Kettenöl die Sägekette schnell beschädigen kann.
  • Der Kombischlüssel dient zum Nachstellen der Kettenspannung, zum Herausdrehen der Zündkerze und für grundlegende Einstellarbeiten an der Motorsäge. Rundfeile und Schärfgitter helfen dabei, die Kette regelmäßig scharf zu halten und die Leistung der Säge optimal zu nutzen.
  • Fällheber mit Wendehaken ermöglichen das kontrollierte Fällen und Herunterdrehen von Schwachholz mit einem Brusthöhendurchmesser von unter 25 cm. Sie dürfen nur mit passender Schnitttechnik eingesetzt werden, damit Fällheber und Sägekette nicht miteinander in Kontakt kommen.
  • Motorsägenkeile halten beim Fällen den Sägespalt offen und verhindern, dass das Schwert unter dem Gewicht des Baumes eingeklemmt wird. Keile aus Kunststoff oder Aluminium sind dafür geeignet; Stahlkeile gehören nicht in die Nähe der Motorsäge.
  • Ein Spalthammer liefert die erforderliche Schlagkraft für Keilarbeiten, wobei niemals Stahl auf Stahl geschlagen werden darf. Handpackzangen und Sappies erleichtern das Bewegen von Holz und machen die körperlich anstrengende Waldarbeit leichter.

Die wichtigsten Werkzeuge für die Motorsäge

1. Kombikanister mit Einfüllsystem

Die gängige Ausführung ist der praktische 2-in-1-Kanister aus Kunststoff. Er enthält die Betriebsstoffe für die Motorsäge, Zweitaktgemisch und Kettenöl. Der kleinere der beiden Kanister ist für das Kettenöl vorgesehen. Üblicherweise gehen einer Motorsäge erst Kraftstoff und erst dann das Kettenöl aus. Beim Tanken aber stets beides auffüllen, auch wenn ein Tank noch zur Hälfte gefüllt sein sollte. Der Grund: Ohne Kettenöl kommt es sehr schnell zu irreparablen Schäden an der Sägekette, ohne Kraftstoff geht die Motorsäge lediglich aus.

Für die Unterbringung von Kombischlüsseln, Feilen und anderem Werkzeug können Kombikanister auch mit einer Satteltasche ausgerüstet werden, so haben Sie alles wichtige direkt "am Mann". Sonderkraftstoffe, wie unser Lubimix, reduzieren die Schadstoffemissionen beim Sägen. Dies kommt der eigenen Gesundheit zugute und die Säge ist in dichten Waldbeständen deutlich weniger geruchsintensiv. Entsprechende Einfüllsysteme für Kraftstoff und Kettenöl sorgen dafür, dass nichts im Waldboden versickert.

2. Kombischlüssel für die Motorsäge

Ein Kombischlüssel für die Motorsäge vereint zwei Schlüsselweiten für Sechskant mit einem Schlitz-Schraubendreher. Er ist unverzichtbar zum Nachstellen der Kettenspannung, Herausschrauben der Zündkerze und eignet sich zudem für grundlegende Einstellarbeiten an der Säge. Dieses Werkzeug gehört in jede professionelle Motorsägenausrüstung.

3. Rundfeile und Schärfgitter

Diese beiden Utensilien dienen dem fachgerechten Nachfeilen und dem Schärfen der Sägekette. Nur eine scharfe Sägekette setzt die Leistung der Säge beim Gebrauch optimal um. Feilen Sie daher lieber einmal mehr nach, als die Kette durch zu unregelmäßige Wartung völlig stumpf werden zu lassen. Dafür sprechen gleich vier gute Gründe: Es entlastet die Säge, die Kette, den Geldbeutel und die Nerven (Stichwort: Sägefortschritt!) gleichermaßen.

Um beim Schärfen den korrekten Winkel einzuhalten, haben sich in der Praxis handliche und günstige Schärfgitter mit Magnetfuß bewährt. Noch einfacher geht es mit speziellen Feilenhaltern, die die Sägezähne der Kette und die Tiefenbegrenzer in einem Arbeitsgang auf die richtige Länge feilen. Für einen schnellen Kettenwechsel im Wald sind darüber hinaus noch eine (scharfe!) Ersatzkette und zudem ein Ersatzschwert empfehlenswert.

4. Fällheber mit Wendehaken

Dieses Werkzeug ermöglicht ein kontrolliertes Fällen und Herunterdrehen von Schwachholz, also Bäumen mit Stammdurchmessern in Brusthöhe von unter 25 cm. Die Anwendung setzt eine spezielle Schnitttechnik voraus, damit sich Fällheber und Sägekette nicht berühren können.

Benutzen Sie den Fällheber immer mit geradem Rücken, „auf Zug“ und mit der Kraft Ihrer Beine. Fällheberarbeit ist Einmannarbeit, rechnen Sie mit plötzlicher Entlastung. Auch mit dem Wendehaken niemals „auf Druck“ arbeiten, Sie können nach vorne über den Stamm fallen.

5. Motorsägenkeile

Unverzichtbar beim Fällen von Bäumen sind Keile in verschiedenen Ausführungen, je nach Baumdurchmesser. Sie halten den Sägespalt offen und verhindern, dass das Schwert der Säge unter dem Gewicht des Baumes festgeklemmt wird. Wir empfehlen Forstkeile aus Kunststoff oder Aluminium, sie splittern bei Kontakt mit der Sägekette nicht. Stahlkeile haben in der Nähe der Motorsäge nichts verloren. Voraussetzung für erfolgreiche Keilarbeit ist ein Spalthammer, siehe dazu Punkt 6.

6. Spalthammer

Große Spalthämmer gewährleisten die nötige Spaltkraft bei der Keilarbeit. Schlagplatte und der Aufbau des Hammerkopfes sorgen hier dafür, dass sich das sogenannte „Auge“ nicht verformt. Als Auge von Äxten, Beilen oder eben Spalthämmern bezeichnet man das Loch für den Stiel.

Beim Keiltreiben mit einer Axt kann dieses einreißen und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen. Für alle Keilarbeiten gilt: Keinesfalls Stahl auf Stahl schlagen, da sonst Splittergefahr besteht.

7. Tragehilfen

Waldarbeit ist nach wie vor körperlich sehr anstrengend, auch als Selbstwerber. Mit Handpackzangen machen Sie diese Tätigkeit allerdings etwas leichter. Auch ein Sappie, eine Art Haken an einem Axtstiel zum Bewegen von Schnittholz, ist eine sehr nützliche Ergänzung für Ihre Motorsägenausrüstung.

Wir wünschen Ihnen allzeit eine gute und sichere Waldarbeit.

FAQs – Häufig gestellte Fragen zu Werkzeugen für die Motorsägen-Arbeit

Warum sind Kombikanister mit Einfüllsystem sinnvoll?

Ein Kombikanister führt Zweitaktgemisch und Kettenöl gemeinsam mit. Beim Tanken sollten beide Betriebsstoffe aufgefüllt werden, denn ohne Kettenöl kann die Sägekette schnell Schaden nehmen. Einfüllsysteme helfen zudem, Kraftstoff und Öl sauber einzufüllen und verhindern, dass Betriebsstoffe in den Waldboden gelangen.

Wofür wird ein Kombischlüssel bei der Motorsäge benötigt?

Ein Kombischlüssel vereint zwei Sechskant-Schlüsselweiten mit einem Schlitz-Schraubendreher. Er wird zum Nachstellen der Kettenspannung, zum Herausdrehen der Zündkerze und für grundlegende Einstellarbeiten an der Motorsäge verwendet.

Warum müssen Sägeketten regelmäßig geschärft werden?

Eine scharfe Kette setzt die Leistung der Motorsäge besser um und verbessert den Sägefortschritt. Rundfeile und Schärfgitter helfen beim fachgerechten Nachfeilen; mit Feilenhaltern lassen sich Schneidezähne und Tiefenbegrenzer in einem Arbeitsgang bearbeiten.

Wann kommen Fällheber und Motorsägenkeile zum Einsatz?

Ein Fällheber dient zum kontrollierten Fällen und Herunterdrehen von Schwachholz mit einem Brusthöhendurchmesser von unter 25 cm. Motorsägenkeile halten beim Fällen den Sägespalt offen und verhindern, dass das Schwert unter dem Gewicht des Baums eingeklemmt wird. Für Arbeiten in Motorkettensägen-Nähe empfiehlt der Beitrag Keile aus Kunststoff oder Aluminium, nicht aus Stahl.

Wozu dienen Spalthammer und Tragehilfen?

Ein Spalthammer liefert die notwendige Schlagkraft zum Treiben von Keilen; Stahl darf dabei nicht auf Stahl geschlagen werden, da Splittergefahr besteht. Handpackzangen und Sappies erleichtern das Bewegen von Holz und reduzieren die körperliche Belastung bei der Brennholzaufbereitung.