Freie Waffen 37 Artikel

Schießen mit Luftgewehr und Luftpistole als Freizeitbeschäftigung

Luftgewehrschießen ist auch in Deutschland eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Neben den relativ günstigen Anschaffungskosten sind auch die geringen rechtlichen Hürden und Folgekosten gute Argumente für ein Luftgewehr im Freizeitbereich.

Was ist bei Luftgewehr und Luftpistole nach dem Waffengesetz zu beachten?

Beide fallen in die Kategorie Freie Waffen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • die maximale Energieabgabe an der Mündung darf nicht mehr als 7,5 Joule betragen.
  • das Kaliber beträgt 4,5 mm (.177)
  • die Kennzeichnung „F im Fünfeck“ ist sichtbar auf der Waffe (meist auf dem Lauf) angebracht

Unter diesen Voraussetzungen sind Druckluftwaffen ab einem Mindestalter von 18 Jahren bei Vorlage des Altersnachweises frei verkäuflich bzw. frei zu erwerben, d. h. ohne Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, ohne Nachweis eines Bedürfnisses, einer Waffen-Sachkunde oder einer Vereinszugehörigkeit.

Ich möchte mein Luftgewehr transportieren, was muss ich beachten?

Der Transport eines Luftgewehres muss in einem geeigneten, verschlossenen Behältnis erfolgen. Konkret bedeutet das, nicht zugriffs- und nicht schussbereit. Die versiegelte Originalverpackung nach dem Kauf erfüllt bereits diese Anforderung. Im Alltag genügt für den Transport zum Beispiel zu einer Schießstätte oder zum Büchsenmacher ein verschließbares Waffenfutteral bzw. ein verschließbarer Waffenkoffer.

Vom Transport zu unterscheiden ist die „zugriffsbereite“ Handhabung eines Luftgewehres außerhalb des eigenen Besitztums. Dies wird auch als „Führen im öffentlichen Raum“ bezeichnet. Das Führen von Luftgewehren im öffentlichen Raum erfordert den „Kleinen Waffenschein“. Diesen erteilen auf Antrag und bei festgestellter Notwendigkeit die zuständigen Ordnungsbehörden.

Für das Schießen außerhalb von zugelassenen Schießstätten oder des befriedeten Besitztums bedarf es einer gesonderten Schießerlaubnis. Für die Erteilung einer Schießerlaubnis ist die Waffenbehörde zuständig. Der Kleine Waffenschein umfasst keine Schießerlaubnis.

Welche Arten von Druckluftwaffen gibt es?

Grundsätzlich lassen sich Luftgewehre in drei, technisch unterschiedliche Kategorien einteilen:

  • Federdruckwaffen
  • Systeme, die ihre Energie aus einer gespannten Feder beziehen. Federdruckwaffen haben den großen Vorteil, dass außer der Anschaffung selbst lediglich die Projektile, die sogenannten Diabolos, als laufende Kosten anfallen. Federdruckwaffen sind häufig als Knicklaufwaffen, seltener als Unter- oder als Seitenhebelspanner konstruiert.

  • CO2-Luftgewehre mit einer integrierten Kartusche
  • CO2-Waffen benötigen zum Betrieb zwangsläufig entsprechende Gaskartuschen. Sie haben allerdings den Vorteil, dass es nicht zum sogenannten Prellschlag durch die starke Feder kommen kann. Die Kartuschen selbst sind nicht wiederbefüllbar. Diese Technik kommt im Freizeitbereich sehr häufig für Luftpistolen zum Einsatz.

  • Pressluftwaffen
  • Die letzte Art, die hauptsächlich in professionellen Sportwaffen zum Einsatz kommt, sind reine Pressluftwaffen. Bei Grube können Sie ausschließlich CO2-Luftgewehre und Federdruck-Luftgewehre kaufen.

Wo darf ich mit dem Freizeit-Luftgewehr schießen?

In zugelassenen Schießstätten und teilweise auch innerhalb des befriedeten Besitztums. Im Vergleich mit anderen Schießdisziplinen muss beim Luftgewehr lediglich sichergestellt sein, dass die Projektile das befriedete Besitztum nicht verlassen können. Dies ist zum Beispiel in einer Garage oder im Keller sicher der Fall, unter Umständen kann das aber auch im Garten möglich sein. Die übliche Entfernung zum Ziel beträgt 10 m. Es versteht sich von selbst, dass weder auf Menschen noch auf Tiere geschossen werden darf. Geeignetes Zubehör für Luftdruckwaffen, wie etwa Ziele oder Schießscheiben finden Sie ebenfalls in unserem Online-Shop.

Einzellader oder Mehrlader im Freizeitbereich?

Die CO2-Modelle aus unserem Sortiment verfügen über Trommel-Magazine. In diese lassen sich die Diabolos einlegen und mehrere Schüsse in Folge ohne Nachladen abfeuern. Bei Einzellader-Luftgewehren muss hingegen jeder Schuss für sich geladen werden. Diese Technik ist besonders bei Knicklauf-Luftgewehren verbreitet. Bei ihnen dient der Lauf gleichzeitig als Spannhebel für die Feder im Inneren.

Gibt es Vorschriften über die Projektile von Luftgewehr und Luftpistole?

Die gängigsten Projektile für diese Waffen sind im Allgemeinen die Diabolos. Sie sind normalerweise aus Blei gefertigt. Das übliche Kaliber ist 4,5 mm (.177). Neben den bekannten Flachkopf-Diabolos sind auch andere Formen erhältlich, etwa Spitzkopfdiabolos. Für das Scheibenschießen mit dem Luftgewehr sind die flachen Köpfe mit scharfem Rand am besten geeignet.

Im Sinne des Waffengesetzes handelt es sich bei den Luftgewehrkugeln übrigens nicht um Munition, denn Diabolos verfügen weder über Treibladung noch Geschoss. Sie sind vielmehr feste Körper. Bei ihrem Kauf, Umgang oder Transport sind daher keine besonderen Vorschriften zu beachten.

Die Lagerung von Freizeit-Luftgewehren

Insbesondere in Haushalten mit Kindern und Jugendlichen ist auf eine sichere Lagerung von Druckluftwaffen zu achten. Die Lagerung erlaubnisfreier Waffen hat so zu erfolgen, dass diese vor fremdem und unerlaubtem Zugriff geschützt sind. Im Gegensatz zu Feuerwaffen ist hier kein Behältnis mit besonderer Schutzklasse erforderlich. Ein abschließbarer Schrank oder stabiler, abschließbarer Waffenkoffer reicht aus.

Zuletzt angesehen