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Holzspalter: der leichte Weg zum Brennholz

Holzspalter bewähren sich vor allem bei großen Brennholzmengen und knorrigem Holz. Auch für Anwender, die auf die mühsame Arbeit mit der Spaltaxt, nicht aber auf ein loderndes Kaminfeuer verzichten möchten, ist ein Holzspalter gut geeignet.

Bauformen und Antriebsarten der Holzspalter

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Stehendspalter und Liegendspalter mit der Unterart der kleineren Tischholzspalter. Daneben lassen sich Holzspalter nach der Antriebsart und Leistungsfähigkeit unterscheiden. Je nach persönlichem Bedarf finden Sie bei Grube den passenden Holzspalter. Wir beraten Sie gerne persönlich am Telefon.

Mögliche Antriebsformen für Holzspalter sind:

  • Elektromotor, 230 V oder 400 V Betriebsspannung
  • Zapfwellenantrieb vom Schlepper
  • Hydraulik direkt vom Schlepper oder einem anderem Gerät

Für die Auswahl eines Holzspaltgerätes ist es wichtig, wo Sie den Spalter einsetzen möchten. Leistungsfähige Spalter mit Elektromotor nutzten fast ausschließlich 400-V-Motoren. Diese Spannung wird mitunter als Starkstrom oder Kraftstrom bezeichnet. Solche Holzspalter sind wiederum im Wald nicht sinnvoll einsetzbar, da sie eine externe Stromquelle benötigen.

Schlepperbesitzer, wie etwa ein Landwirt, treiben einen Holzspalter häufig über die Zapfwelle an. Mittels der Dreipunktaufnahme wird der Holzspalter direkt in den Wald gebracht und das Holz dort gespalten. Nachteilig ist die höhere Lärmentwicklung durch den Schleppermotor. Manche Holzspalter verfügen daher neben dem Zapfwellenantrieb zusätzlich noch über einen E-Motor für den Einsatz in Gebäudenähe.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Holzspalter mit direkt angebauten Verbrennungsmotoren die stark wechselnde Belastung beim Holzspalten auf Dauer weniger gut verkraften als andere Bauformen. Aus diesem Grund finden Sie in unserem Onlineshop ausschließlich Holzspalter mit Elektro- oder Zapfwellenantrieb. Gern erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot.

Sicherheitsbedienung am Holzspalter

Neben der Spaltleistung ist Sicherheit ein wichtiges Thema bei der Arbeit mit dem Holzspalter. Die meisten Unfälle beim Arbeiten mit Holzspaltern ereignen sich aufgrund unsachgemäßer Bedienung, etwa Manipulation der Sicherheitseinrichtungen. Die Zweihand-Sicherheitsbedienung ist heute vorgeschrieben. Sie sorgt für verringerte Unfallgefahr, weil die Hände des Benutzers nicht mehr unbeabsichtigt in die Nähe des vorlaufenden Spaltkeils gelangen können. Holzspaltern aus Eigenbau fehlt meist diese vorgeschriebene Einrichtung.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal auf die Gefahr durch Kegelspalter aufmerksam machen. Sie sind unfallträchtig, weil der Benutzer meist ein Bein zum Andrücken des Holzes benutzt. Lose Kleidung wird dann leicht vom Kegelspalter erfasst und hineingezogen. Eine Sicherheitseinrichtung ist an diesen Spaltern meist nicht vorhanden, schon gar nicht bei solchen aus Eigenbau. Ein schnelles Anhalten des Spalters ist somit nicht möglich, schwere Verletzungen können die Folge sein. Aus diesem Grund sind Kegelspalter in Deutschland nicht zugelassen, Anbaugeräte für Bagger ausgenommen.

Grundsätzlich sind Sicherheitsschuhe und Schutzbrille bei der Arbeit mit dem Holzspalter ebenso Pflicht wie enganliegende Arbeitskleidung und unter Umständen ein Gehörschutz.

Wie leistungsfähig muss der Holzspalter sein?

Diese Frage zu beantworten ist nicht einfach. Machen Sie sich vor dem Kauf Gedanken, welche Mengen sie im Jahr zu spalten haben. Leistungsfähige Spalter sparen Zeit, weil sie mehr Spaltkraft aufbringen und schneller arbeiten. Dies betrifft sowohl die Vorlaufgeschwindigkeit, mit der der Spaltkeil in Richtung Holz fährt, als auch die Rücklaufgeschwindigkeit. Allerdings kosten Profigeräte entsprechend mehr.

Holzmenge proJahr
VerfügbareEnergiequelle
EmpfohlenerHolzspalter
Artikelnummer
3 - 5 m²
230 V
Tischholzspalter 4- 5 t
46-140 oder 46-141
≤ 20 m²
230 V
NordforestHolzspalter 6,5 t
46-135-01
≤ 40 m²
400 V
NordforestHolzspalter 7,5 t
46-135-02
> 40 m²
400 V
NordforestHolzspalter 9,5 t
46-135-03

Ein weiterer Auswahlpunkt ist die Länge der Holzsscheite, die üblicherweise gespalten wird. Einzelne Meterstücke lassen sich oft mit kleineren Spaltern noch bewältigen, für den häufigen Einsatz mit solchen „Kalibern“ sind Leistungsreserven allerdings sehr empfehlenswert. Machen Sie sich im Vorwege auch Gedanken über die Unterstellmöglichkeiten für Ihren Holzspalter.

Die Spaltkraft, mitunter auch als Spaltdruck bezeichnet, wird meist in Tonnen (t) angegeben. Obwohl diese Angabe irreführend ist, ist sie geläufiger als die korrekte Angabe in Kilonewton (kN). Ob ein Holzstück erfolgreich zu spalten ist, hängt neben der Spaltkraft allerdings auch von seiner Wuchsform ab. Stark verastetes, trockenes Holz sowie Hartholz lassen sich schwerer spalten als astfreies, frisches, weiches oder gefrorenes Holz. Mit etwas Übung wissen Sie schnell, wie der Spaltkeil das Scheit am ehesten zerteilt. Demzufolge ist die Spaltkraft ein wesentlicher Faktor des Holzspalters, nicht aber der einzige.

Achten Sie auf Qualität, wenn Sie einen Holzspalter kaufen möchten. Ein langlebiges Profigerät erspart Ihnen Zeit und Ärger. Bedenken Sie, dass scheinbar billige Geräte durch Ausfall, fehlende Ersatzteile oder gar Sicherheitsmängel schnell deutlich teuer werden können, als gedacht.

Unsere Holzspalter-Marken

Wir bieten Ihnen eine Auswahl verschiedener Hersteller von Holzspaltern an, darunter:

Holzspalter-Tipps aus der Praxis

Für ein zügiges Spalten von Kurzholz ist es sinnvoll, den Spaltweg zu begrenzen. Die Geräte fahren nach einem Spalthub nicht die volle Strecke zurück, sondern werden vorher von einer Begrenzung gehalten. Tischholzspalter verfügen nicht über eine solche Begrenzungseinrichtung. Denken Sie auch an ein geeignetes 400-Volt-Anschlusskabel für Ihren Elektrospalter.

Je nach Leistungsfähigkeit des Holzspalters ist auch ein Spaltkreuz sehr nützlich. Es lässt sich am Spaltkeil anbringen und bewirkt, dass der Holzklotz in einem Durchgang mehrfach durchgespalten wird. Der Einsatz des Spaltkreuzes setzt allerdings eine ausreichende Leistung des Spalters voraus. Ist die Leistung des Holzspalters zu gering bemessen, verkantet sich das Holzstück ohne vollständig durchgespalten zu werden. Gegebenenfalls Spaltkreuz abnehmen und von außen nach innen spalten. Auch hier ist Erfahrung die beste Lehrmeisterin, welche Scheite mit Spaltkreuz und welche ohne zu spalten sind.

Bei allen Spaltarbeiten mit dem Holzspalter, speziell beim Tischholzspalter, sollten sie auf eine angenehme Arbeitshöhe achten. Heben von Schnittholz mit geradem Rücken beugt späteren Rückenproblemen häufig vor. Zum Heranziehen von Kurzholz empfehlen wir Sappies oder Handpackzangen. Es ist zudem sehr empfehlenswert, den Holzspalter dicht an das zu spaltende Brennholz heranzubringen. Auf diese Weise vermeiden Sie unnötige Wege und sparen Zeit. Bedenken Sie auch die Anfahrtmöglichkeiten für den Schlepper bei Spaltern mit Zapfwellenantrieb. Unabhängig von der Antriebsart muss der Holzspalter einen geraden, festen und sicheren Stand haben. Für den Standortwechsel verfügen all unsere Modelle über angebaute Räder, die Zapfwellenspalter über eine Dreipunktaufnahme.

Welchen Holzspalter kaufen? Alle wichtigen Kriterien in der Zusammenfassung

  • Stehendspalter oder Liegendspalter
  • Abmessungen und Gewicht
  • Unterstellmöglichkeit
  • übliche Scheitlänge
  • Spaltkraft/Spaltdruck
  • Antriebsart
  • Hersteller
  • Sicherheitsbedienung

Für Fragen rund um die Brennholzverarbeitung und -aufbereitung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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