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Spalthämmer 12 Artikel

Spalthammer: Hilfreich für vielerlei Aufgaben

Ein Spalthammer ist der Koloss unter den Forstwerkzeugen. Mit ihm lassen sich selbst knorrige Scheite und Stammteile spalten. Er setzt dort an, wo mit einer leichteren Spaltaxt oder gar einem Spaltbeil kein Erfolg mehr zu erzielen ist. Er ist trotz Motorsäge und Harvester ein Standardwerkzeug der modernen Holzernte. Außer zum Holzspalten eignet sich dieses Forstwerkzeug auch zum Vorwärtstreiben von Keilen und zum Wenden von Stammteilen mittels der Wendenase am Hammerkopf.

Spalthammer oder Spaltaxt – auf den Kopf kommt es an!

Der wichtigste Teil eines Spalthammers ist sein Kopf. Im Vergleich mit Äxten ist er deutlich schwerer, das Kopfgewicht beträgt etwa 3000 bis 4000 g. Die enorme Wucht beim Schlag ermöglicht große Spaltkräfte, lässt jedoch den Benutzer unter Umständen schneller ermüden. Für den längeren Spalteinsatz sind daher unter Umständen leichtere Spaltäxte dem Spalthammer vorzuziehen.

Die Flanken des Kopfes sind so geformt, dass das Holz schnell auseinandergetrieben wird. Üblich sind Keilwinkel >20°. Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik zeichnet bewährte Modelle mit dem KWF-Testsiegel aus. Achten Sie beim Spalthammer-Kauf auf dieses Qualitätsmerkmal, vor allem für den harten forstlichen Profieinsatz.

Neben dem Zerteilen von Holz ist ein Spalthammer auch zum Keilvortrieb geeignet. Die Schlagfläche, die sogenannte Keilplatte ist breit ausgeformt. Die Aufnahme für den Stiel, das Auge, ist für diese Belastungen ausgelegt. Bei gewöhnlichen Äxten ist dies nicht der Fall! Ein Schlag auf einen Keil kann den Kopf einer Axt beschädigen, im schlimmsten Fall kann die Aufnahme für den Stiel reißen.

Manche Modelle sind mit einem Schlageinsatz aus Kunststoff ausgerüstet. Mit diesem können Forstkeile aus Stahl ohne Gefahr genutzt werden. Der Schlageinsatz lässt sich bei Bedarf auswechseln, was eine lange Nutzungsdauer des Werkzeuges ermöglicht.

Der Spalthammerstiel, eine Glaubensfrage?

Die typische Stielform bei einem Holzspalthammer ist gerade und hat am Ende einen Knauf. Dieser verhindert ein Abrutschen der Hand und gleichzeitig lässt sich so „in beide Richtungen“ arbeiten. Dies unterscheidet den Stiel eines Spalthammers von dem einer Spaltaxt, welcher üblicherweise einen sogenannten Kuhfuß besitzt, den „Knick“ zum Ende des Stiels. Bei einer Axt sorgt diese Stielform für zusätzlichen Halt beim (einhändigen) Spalten. Da ein Spalthammer allerdings immer beidhändig und in beide Richtungen benutzt wird, wäre ein Kuhfuß hier eher hinderlich.

Die Stiele unserer Spalthämmer bestehen entweder aus Holz oder einem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Beide Varianten haben ihre Vorteile:

Holzstiele sind seit Jahrhunderten bewährt und bei Beschädigungen leicht und kostengünstig zu ersetzen. Zudem ist Holz ein natürliches Material und liegt angenehm in der Hand. Holzstiele haben ferner eine gute Schwingungsdämpfung, entstehende Vibrationen dringen weniger in Handgelenk und Unterarm des Anwenders vor. Das Holzspalten ermüdet deshalb weniger. Gängiges Material für die Stiele sind neben der einheimischen Esche vor allem das nordamerikanische Holz des Hickory-Baumes.

Neben Holz kommt auch Glasfaser bzw. glasfaserverstärkter Kunststoff (GfK) als Stielmaterial in Betracht. Im Gegensatz zu Holzstielen kann ein GfK-Stiel weder quellen noch schwinden. Ein Lösen des Kopfes vom Stiel ist deshalb unwahrscheinlich. Der GfK-Stiel, auch als Fiberglasstiel bekannt, ist besonders fäulnisresistent und robust. Diese Stiele brechen nur bei extremer Fehlbehandlung. Falls ein solcher Stiel dann allerdings bricht, lässt er sich nicht ersetzen.

Eine generelle Empfehlung für den einen oder anderen Stieltyp ist nicht möglich. Professionelle Forstausrüstung erkennt der Fachmann an der erfolgreich bestandenen FPA-Prüfung („KWF Profi“). Spaltwerkzeuge für den semiprofessionellen Gebrauch sind hingegen häufig mit dem Testsiegel „KWF Standard“ ausgezeichnet. Wir bieten Ihnen erprobte Spalthammer-Modelle bekannter Markenhersteller wie Ochsenkopf, Gränsfors, Fiskars oder Bison an, damit Sie eine breite Auswahl an Spaltwerkzeugen in jeder Preislage vorfinden.

Ein Merkmal besonders hochwertiger Spaltwerkzeuge ist der Stielschutz. Der Schutz, meist aus Stahl oder Kunststoff, verlängert die Lebensdauer der Spalthammerstiele. Der deutsche Hersteller Ochsenkopf, aber auch Gränsfors, Fiskars und Bison statten Spaltwerkzeuge mit Stielschutzhülsen aus. Falls nötig lassen sich Holzstiele trotz der Hülse problemlos austauschen. Die passenden Ersatzstiele erhalten Sie bei Grube.

Tipps zum effektiven Arbeiten mit dem Spalthammer

  • frisches oder gefrorenes Holz lässt sich leichter spalten als trockenes
  • vorhandene Risse ausnutzen
  • „Das Holz reißt, wie der Vogel sch...“, d. h. Holz entgegen der ehemaligen Wuchsrichtung des Baumes ist meistens leichter zu spalten
  • Niemals Stahl auf Stahl schlagen, höchste Splittergefahr!

Muss ich meinen Spalthammer schärfen?

Ein Spalthammer erzielt seine Hauptwirkung aufgrund der Keilkräfte. Obwohl die Schneide zum erfolgreichen Spalten nicht rasiermesserscharf sein muss, erleichtert ein scharfes Werkzeug doch das Anspalten des Holzes. Der Spalthammerkopf prallt nicht ab, sondern dringt leichter ins Holz ein. Die Spaltkräfte können somit besser wirken. Bei Bedarf schärfen Sie Ihren Spalthammer mit einem Axtschleifstein nach. Vom Anschleifen mit dem Winkelschleifer oder einem elektrischen Schleifstein raten wir ausdrücklich ab. Der Stahl glüht aus, verliert seine Härte und bricht schlimmstenfalls. Achten Sie beim Nachschärfen, sei es nun Spalthammer oder ein Spaltbeil, auf einen balligen Anschliff.

In unserem Online-Shop finden Sie eine breite Auswahl an Forstwerkzeugen. Profitieren Sie von der Erfahrung, die Grube seit rund 70 Jahren gesammelt hat. Gern nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen, Wünsche und Anregungen. Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine E-Mail.

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