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Wandern mit Geocaching – Wissenswertes, Hinweise, Ausrüstung

Wie wäre es mit einer Schnitzeljagd? Dieser beliebte Klassiker steht heute wieder hoch im Kurs. Und zwar stark modernisiert: Mit einem GPS-fähigen Gerät machen sich die Schatzsuchenden beim Geocaching auf den Weg zum begehrten Zielobjekt. Ein Abenteuer für Jung und Alt – und die Bewegung in der freien Natur kommt dabei nicht zu kurz. Wir versorgen Sie in diesem Blog mit allem Wissenswerten zum Thema Wandern mit Geocaching.

Was ist Geocaching?

Beim Geocaching handelt es sich einfach gesagt um eine Schatzsuche mit modernen Hilfsmitteln. Der Schatz ist in diesem Fall eine Filmrolle, eine Plastikbox oder ein anderer wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch und oftmals Tauschobjekte befinden. Sogenannte „Cache-Owner“ platzieren diese Dose (= Cache) nun an einem Versteck in der freien Natur. Die Logbücher können unter Steinen, an Pfosten, in Mauerritzen oder an Infoschildern versteckt werden. Kleinste Nanocaches finden sogar Platz in präparierten Schrauben und winzigen Öffnungen. Wichtig bei der Wahl des Versteckes ist immer der Respekt gegenüber der Natur. Befindet sich der Geocache dann im Versteck, veröffentlicht der Cache-Owner die geographischen Koordinaten im Internet. Die Suche kann nun für Sie beginnen!

Beim Wandern mit Geocaching die Natur genießen

Anders als bei Suche nach Verstecken in urbanen Gegenden, steht bei der Verbindung von Wandern und Geocaching nicht nur die Lust an Rätseln im Vordergrund. Hier können Sie sich auch an der Stille der Natur und herrlichen Ausblicken erfreuen. Manche Cache-Owner verstecken die Caches an besonders reizvollen Wanderstrecken und lenken den Blick bewusst auf besondere Naturschauspiele.

Die Suche nach dem Versteck wird von einem GPS-Gerät wie zum Beispiel dem Garmin Alpha 50 geleitet. War die Suche erfolgreich, tragen Sie sich in das Logbuch ein und legen es danach wieder ins Versteck zurück. Wieder zu Hause, sollten Sie den Fund noch auf der Webseite kommentieren, auf der Sie zuvor die GPS-Koordinaten entnommen haben.

Die Natur respektieren bei Ihren Geocaching-Wandertouren

Beim-Wandern-mit-Geocaching-auf-den-Wegen-bleiben

Beim Wandern mit Geocaching geht es nicht darum, mit einer Schaufel loszuziehen und an der vermuteten Stelle ein Loch in die Erde zu buddeln. Sowohl beim Verstecken als auch beim Suchen gilt als oberstes Gebot: Die Natur achten und respektieren!

  • Nicht in der Erde graben: Caches dürfen nicht in der Erde versteckt werden. Deshalb ist es niemals notwendig, das Erdreich aufzuwühlen.
  • So lange wie möglich auf dem Weg bleiben: Auch wenn Sie das GPS-Gerät querfeldein führen will, sollten Sie so lange es geht dem Wanderpfad folgen. In Naturschutzgebieten ist es generell verboten, die Wanderwege zu verlassen. In der Regel sind dort die Caches immer direkt vom Weg aus zugänglich.
  • Brut- und Aufzuchtszeiten beachten: Vögel und Wildtiere werden leicht aufgeschreckt. Seien Sie bei der Suche im Wald vor allem im Frühling besonders sensibel und behutsam (nicht in Baumlöcher hineingreifen, sich ruhig verhalten …). Einige Cache-Besitzer sprechen auf der Webseite zu bestimmten Schutzzeiten auch Suchverbote aus.
  • Auf die Umgebung achten: Beharrlich auf den Bildschirm starren ist nicht drin. Einerseits entgeht Ihnen dabei die herrliche Landschaft auf der Wandertour, andererseits sollten Sie darauf achten, keine Pflanzen zu zertrampeln oder im unwegsamen Gelände zu stolpern.
  • Unauffällig suchen: Als wichtige Regel bei Geocachern gilt, von anderen Mitmenschen nicht bei ihrem Vorhaben ertappt zu werden. So bleibt gesichert, dass das Versteck getarnt bleibt und andere Wanderer – ob unabsichtlich oder mutwillig – den Cache entfernen.
  • Privatgrundstücke sind tabu: Auf Privatgrundstücken dürfen keine Caches versteckt werden. Achten Sie sorgsam darauf, dass Sie sich nicht – oft unwissend – auf einem Privatgrundstück befinden.

Welche Routen erwarten mich beim Wandern mit Geocaching?

Caches sind beinahe überall versteckt. Sehr viele Caches befinden sich in Städten - richtig malerische Routen warten allerdings abseits davon. Beim Wandern mit Geocaching lohnt sich ein Blick auf die Bewertung: Vom Cache-Owner wird das Gelände (Terrain) und die Schwierigkeitsstufe (Difficulty) mit einer Skala von 1 (einfach) bis 5 (schwierig) bewertet. Anfänger und Geocacher mit Kindern sollten sich an Caches mit einem Rating im Bereich 1 bis 2 versuchen. Caches mit hohem Schwierigkeitsgrad sind oft nicht ohne Kletter- oder sogar Tauchausrüstung auffindbar.

Sehr beliebt sind sogenannte „Mystery-Caches“, die zusätzlich viel Kopfarbeit erfordern. Hier werden die Koordinaten nicht direkt genannt, sondern in Rätsel verpackt. Bei den „Multi-Caches“ müssen wie bei der klassischen Schnitzeljagd zuerst mehrere Verstecke angesteuert werden, bis ein Hinweis schließlich zum endgültigen Ziel führt.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Geocaching im Allgemeinen?

Mit dieser Geocaching-Ausrüstung finden Sie Ihren ersten Schatz:

  1. GPS-Gerät: Ein GPS-Gerät leitet Sie auf dem Weg zum Ort, an dem der Cache versteckt ist. Für den Beginn reicht ebenso ein GPS-fähiges Smartphone. Achten Sie aber darauf, dass genügend Akku und Empfang vorhanden sind.
  2. Stift und Papier: In kleinen Caches ist kein Platz für einen Stift. Damit Sie Ihren Fund eintragen können, sollten Sie immer einen im Rucksack haben. Ein eigenes Notizbuch hilft dabei, Koordinaten oder Notizen einzutragen, z.B. beim Mystery-Cache.
  3. Taschenlampe oder Stirnlampe: Beim Nachtcachen ist die Taschenlampe unverzichtbar. Aber auch bei der Suche am Tag kann eine Lampe sinnvoll sein, um etwa ein Rohr oder eine Mauerritze auszuleuchten.
  4. Tauschgegenstände: In größeren Caches befinden sich fast immer kleine Objekte. Der Finder darf eines davon entnehmen und muss im Gegenzug dazu einen eigenen Gegenstand zurücklassen. Dafür eignen sich Spielfiguren, Autos, Mini-Blöcke oder Flummis. Diese kommen vor allem bei Kindern gut an. Oft werden auch CDs oder Bücher getauscht.
  5. Optional: Ferngläser, Taschenmesser, Draht – sehr hilfreich, wenn die Caches bei Geocaching-Wandertouren besonders raffiniert versteckt sind.

Notwendige Geocaching-Ausrüstung beim Wandern im Gebirge und im Wald

Geocaching-mit-Kindern-auf-der-Wanderung

Je nach Gelände und Wetter müssen Sie neben der Geocaching-Ausrüstung auf weitere Ausstattung achten, wenn Sie die Suche durch Wälder oder über Stock und Stein führt:

  • Leichter Rucksack
  • Wasserdichte Wanderschuhe mit griffigem Profil
  • Atmungsaktive Outdoorbekleidung (Funktionswäsche, Outdoorhose, Outdoorshirt, Fleece- oder Softshelljacke)
  • Kopfbedeckung bei kühlem Wetter oder starker Sonneneinstrahlung
  • Sonnenschutz, Insektenschutz, Sonnenbrille
  • Wasserdichte Regenbekleidung (Regenjacke und Regenhose)
  • Proviant: Bei kleinen Wanderungen Wasser und Energieriegel mitnehmen, bei langen Wanderungen mit Geocaching kann zum Beispiel auch eine Thermoskanne für heißes Essen oder ähnliches mitgetragen werden.
  • Optional: Kompass und Karte, falls die Technik mal versagt oder der Akku leer ist

Welche Vorteile bietet Geocaching für das Wandern mit Kindern und Jugendlichen?

Sie möchten Ihren Nachwuchs für die Bewegung in der Natur begeistern, doch diese Freude wird kaum mit Ihnen geteilt? Schlagen Sie doch einmal eine Geocaching-Wandertour vor. Smartphone, Schatzsuche, Spaß – diese drei Schlagworte treiben selbst Bewegungsmuffel vor die Tür. Richtiges Geocaching lohnt sich erst ab dem Vorschulalter, wenn die Kinder begreifen, wie sie gemeinsam mit Mama und Papa zu ihrem ersten Schatz gelangen. Starten Sie mit einem niedrigen Schwierigkeitsgrad in einfachem Gelände, wobei Caches mit Tauschobjekten ein besonderer Ansporn für jüngere Kinder sind. Nach oben hin ist dem Alter keine Grenze gesetzt. Mit steigender Schwierigkeit und unterhaltsamen Mystery-Caches landen Sie auch bei Jugendlichen einen Treffer.

GPS-Daten nach der Geocaching-Wanderung auswerten

Sie mögen Statistiken? Dann lassen Sie sich die gelaufenen Kilometer doch visuell aufbereiten. Auf speziellen Internetseiten und mit entsprechender Software, die zu Ihrem GPS-Gerät passt, können Sie die GPS-Daten nach der Wanderung auswerten. Nach erfolgreichem Einspielen der Daten werden Wegstrecke, Höhenmeter, verbrauchte Kalorien und vieles mehr dargestellt. Wandern Sie mit dem Smartphone, können spezielle Apps diese Daten sogar sofort wiedergeben. Wer Geocaching fern der Stadt ausprobiert, wird garantiert mit einem tollen Wandererlebnis belohnt werden.

 

Bildquellen:

©istock.com –  leaf

©istock.com – zlikovek

©istock.com – Bogdan Kurylo

 

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