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Tajik Rally: Etappe 5 – einmal durch Usbekistan

In dem letzten Blogbeitrag zur Tajik Rally haben die Crashtestdummies bereits die Grenze zu Usbekistan überschritten. Jetzt begleiten wir sie durch das Land, das die Reisenden vor allem mit ihrem beeindruckenden Antlitz in den Bann zieht. Auch hier werden sie mit Gastfreundlichkeit begrüßt und dürfen die leckeren Kostbarkeiten des Landes testen. Einzig und allein die sehr gewöhnungsbedürftigen Straßen machen ihnen ein wenig zu schaffen.

Eintauchen in die Welt des Orients

Am späten Nachmittag kommen wir in Bukhara an. Hier beginnt so wirklich der Orient. Paläste, riesige Moscheen und Basare. Eine andere Welt mit sehr viel Geschichte. Schon Alexander den Großen führten seine Feldzüge bis hier her.

Also hinein, mitten ins Zentrum. Wir schlängeln uns an weißen Minibussen vorbei, die es wirklich zuhauf gibt. Direkt im Zentrum finden wir einen Parkplatz, umgerechnet 10 Cent für 3 Stunden Parken – ein fairer Preis. Autofahren ist hier teilweise sehr abenteuerlich, vor allem auf besagtem Parkplatz. Wir sind umgeben von einer wilden Mischung aus Autos, vorbeieilenden Passanten und Händlern, die Obst und Nüsse verkaufen. Eine ganz andere Welt. Ein Obsthändler, der seine Melonen gerade noch mit einem Holzschubkarren transportiert, macht uns Platz. Wir können parken.

Primäres Ziel: Essen finden

tajik-rally-etappe-5-burgerSelten war der Hunger so groß wie an diesem Tag. Nur Chips und Dosenravioli gab es bis dato. Gerade an diesem Tag nicht so hundertprozentig befriedigend. Mehr oder weniger zielstrebig finden wir ein einheimisches Restaurant. Es gibt Suppe und Chai, ein besonderer Tee. Ganz satt werden wir davon aber nicht. Ein paar Meter weiter finden wir eine kuriose Mischung aus zwei amerikanischen Burger-Ketten namens „MC-Burger“. Doch satt macht uns auch dieser Snack nicht. Also gehen wir zu einer der unzähligen Frauen, die direkt auf der Straße auf einer Art Steingrill Fleischspieße zubereiten.

Mit ihr und ihrem Sohn kommen wir ins Gespräch. Vier leckere Spieße gegen gutes Geld und wertvolle Tipps zum Handeln gibt es gratis dazu. Weiter geht es über den Basar. Wir verhandeln mit Nusshändlern, probieren einheimische Limonade. Es geht vorbei an Gemüsehändlern und Fleischverkäuferinnen, die wie wir keinen Kühlschrank haben, sondern das Fleisch mit einem Fächer vor Wärme und Fliegen schützen. So muss es hier seit Jahrhunderten zugehen. Bukhara, diese interessante und tolle Stadt, zieht uns fast ein wenig zu lang in ihren Bann. Die „Strafe“ ist eine ungeplante Nachtetappe in Richtung Samarkand.

Mit hohem Puls geht die Reise weiter

Schlechte Straßen, Schlaglöcher, aber vor allem die anderen Verkehrsteilnehmer sind eine große Herausforderung. Nicht nur der Fahrer, auch die anderen Fahrzeuginsassen erleben hier die eine oder andere Nahtoderfahrung ;-). Sämtliche Regeln des Straßenverkehrs, die jemals aufgestellt worden sind, scheinen nur Empfehlungen oder Hinweise zu sein. Wir fahren also auf einer schlechten, unbeleuchteten Straße mit Tempo 50. Bei mehreren Geisterfahrern, Fußgängern, unbeleuchteten Traktoren und sogar Fahrradfahrern auf der Autobahn ist diese Geschwindigkeit verdammt schnell. Endlich schaffen wir es in einen Vorort von Samarkand. Der Puls normalisiert sich.

tajik-rally-etappe-5-auf-reiseSchon seit rund 5 Tagen suchen wir verzweifelt nach einer bestimmten Sache: Internet oder im Zweifelsfall einfach nur ein funktionierendes Telefonnetz. Auf der Rallye waren wir mehrfach komplett von der Außenwelt abgeschnitten, doch jetzt brauchen wir wirklich Internet. Im Team herrscht Anspannung, geht doch in 3 Tagen unser Flug nach Hause. Wir müssen dringend noch unsere Visadaten an die Fluggesellschaft schicken. Wenn nicht, tja, ... keiner im Team denkt hier weiter. Wir schieben den Gedanken beiseite…

Gegen 2 Uhr nachts finden wir am Stadtrand einen Sandplatz auf dem wir unsere Zelte für die Nacht aufschlagen wollen. Die Anspannung des Tages hat sich gelegt, nachdem wir im Zentrum doch noch einen Kiosk mit Internetzugang gefunden haben.

Tajik Rally: Etappe 5 – ein liebevoller Abschluss

Als wir unseren Zeltplatz herrichten, lädt uns ein Bauer zu sich nach Hause ein. Er wohnt zwar in der Nähe, doch uns war nicht ganz wohl dabei als wir die ärmlichen Verhältnisse gesehen haben. Der Bauer stellt sich mit „Vlad“ vor. Gewohnt herzlich und gastfreundlich, wie so viele tolle Menschen, die wir unterwegs getroffen haben.

„Vlad“, der Baumwollbauer, bietet uns alles an, was er anbieten kann. Es ist ein Zimmer, das Schlaf-, Wohn- und Esszimmer zugleich ist. Dieser Raum und eine Dusche draußen, sie sind das ganze Haus. Wir bedanken uns mit einem Taschenmesser und Klamotten für Vlads Sohn für die tolle Gastfreundschaft. In Deutschland würde man uns wohl für verrückt erklären.

tajik-rally-etappe-5-landschaftAm nächsten Morgen schaffen wir es endlich nach Samarkand. Hier werden wir vom Orient nun komplett erschlagen. Doch an den einen oder anderen Kulturschock haben wir uns inzwischen gewöhnt. Zur Stärkung finden wir uns in einem usbekischen Café wieder. Es gibt hier den wohl besten Kakao der Welt. Aus dem Staunen kommen wir in nächster Zeit nicht mehr heraus, als uns die Route nach Registan führt. Vor uns zeigt sich einer der prächtigsten Plätze Mittelasiens. Die Weiterreise nach Tajikistan gelingt uns nur mit wehmütigen Schulterblicken.

Wie die Crashtestdummies so weit gekommen sind, können Sie in den folgenden Artikeln nachlesen:

Bildquellen:
© Crashtestdummies

 

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