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Tajik Rally: Etappe 4 - Kasachstan & Usbekistan

Die vierte Etappe führt die Crashtestdummies über den Kaukasus nach Kasachstan und Usbekistan. Kasachische Herzlichkeit und gutes Essen lassen schlechte Straßenverhältnisse in Vergessenheit geraten. Der Grenzübergang nach Usbekistan hingegen erfordert viel Geduld. Ein Bankbesuch wird zu einer großen Herausforderung, die Suche nach Benzin gestaltet sich schwierig. Doch die Crashtestdummies lassen sich nicht unterkriegen. Erfahren Sie hier, wie sie doch noch an Bargeld und Benzin kommen. 

Mineralnyje Wody. Irgendwo im Kaukasus.

Mineralnyje Wody. Russland. Niemandsland. Wie kommt man da eigentlich hin? Von Mineralnyje Wody geht es weiter Richtung Kasachstan. 

An der Grenze gibt es sogenannte Wechselfrauen. Sie bieten hier, mit erstaunlich variierenden Angeboten, den Austausch kasachischer Währung gegen Dollar. Eine sehr spannende Begegnung direkt an der Grenze…

Ansonsten bleibt zu Kasachstan nicht viel zu sagen. Einöde pur. Straßen, die über schier endlose Kilometer einfach geradeaus gehen, ohne irgendeine landschaftliche Veränderung. Deren Verhältnisse sind direkt nach der Grenze wirklich katastrophal. Wenigstens werden sie etwas besser, je weiter wir ins Landesinnere kommen. Unsere rasante Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt etwa 40km/h. Schlussendlich freut man sich über Tiere am Straßenrand oder ein Straßenschild.

Kasachische Gastfreundschaft

Tajik Rally - LKWs auf sandiger Straße in Kasachstan

Aber je ärmer die Menschen hier werden, desto gastfreundlicher sind sie. Ein Phänomen, das uns auf der gesamten Strecke immer wieder erstaunen lässt. Auch das Essen hier ist sehr zu empfehlen. Nachdem wir regelmäßig gewarnt wurden, dass in Usbekistan das Benzin sehr knapp ist, haben wir vor der Grenze noch einmal sämtliche Benzinkanister randvoll gefüllt. Noch 30 km Weg bis zur usbekischen Grenze. Reisezeit für diese Strecke: etwa 6 Stunden!

Das nächste Abenteuer ist die usbekische Grenze selbst: Wir müssen das Auto komplett ausräumen und Listen ausfüllen, welche Dinge wir mitführen. Uns stockt kurz der Atem, als wir schließlich aufgefordert werden, durch eine Art Schleuse zu fahren. Sie dient vermutlich dazu, Schmuggelware zu entdecken. Nach über 7 Stunden Diskussionen mit den dortigen Soldaten, einigen Erklärungen und vielen neugierigen Blicken haben wir es geschafft. Die Grenze liegt hinter uns.

Sind die Produkte zum Einsatz gekommen? 

"Ja, Gottseidank wurden wir von euch so gut ausgerüstet. Ohne die Arbeitsscheinwerfer, die wir auf unseren VW-Passat gebaut haben, wären wir definitiv nicht angekommen. In einigen Ländern trifft man auf eine ganz andere Dunkelheit, die wir mit unseren normalen Abblendlichtern allein definitiv nicht durchdrungen hätten. Selbst die Tunnel in Tajikistan oder Usbekistan sind nicht beleuchtet. Ohne Zusatzscheinwerfer fährt dort kaum einer. Da auch Schlaglöcher kaum sichtbar sind, hätten wir ohne die LED-Scheinwerfer in der Nacht nicht fahren können und wären niemals pünktlich am Ziel angekommen.

Der Bergegurt und die Schäkel konnten wir in Usbekistan gebrauchen, dort sind wir mit dem Passat kurz aufgesessen. Der Bergegurt war aber definitiv stabiler als der Lada, der uns nach rund 20 Minuten und vielen verschiedenen Versuchen endlich rausgezogen hat. Den Gurt haben wir kurz vor unserem Ziel an einen Bauern übergeben, bei dem wir übernachten durften. Für ihn war es ein unglaublich kostbares Geschenk.

Die Werkzeugboxen waren unglaublich praktisch, um Equipment schnell und einfach zu verstauen, oder auf dem Dachgepäckträger auszulagern. Auch bei großem Regen kam kaum Wasser in die Box."

Abenteuerlicher Bankbesuch in Usbekistan

Moschee auf dem Registan in UsbekistanDurch die Verzögerungen kommen wir nur bis kurz nach Nukus, der viertgrößten Stadt Usbekistans. Bargeld zu bekommen ist abenteuerlich, aber nicht unmöglich. Nachdem die erste Bank eine unserer Karten zwar akzeptieren würde, aber geschlossen ist, fahren wir kurzerhand zu einer anderen Bank. Die Kreditkarte Nummer 2 kommt zum Einsatz. Aber so einfach, wie in Deutschland, gestaltet sich ein Bankbesuch in Usbekistan freilich selbst dann nicht.

Nach einer längeren Diskussion an einer Polizeikontrolle, ob es nun ok sei, mit kurzer Hose in eine Bank zu gehen, sind es gefühlt 120 Stationen, die wir durchlaufen, bevor es wirklich Cash gibt. Schließlich haben wir Erfolg. Beim Verlassen der Bank wurde dann logischerweise eine Strafe verlangt, schließlich waren wir ja mit kurzen Hosen dort. Kundenservice wird hier eben noch großgeschrieben. ;-)

Auf Benzinsuche in der Wüste

Die Reise führt uns weiter nach Süden, direkt durch die Wüste. Zum Glück haben wir noch rechtzeitig unsere Wasservorräte aufgefüllt. Vor, neben und hinter uns zeigt sich wieder eine komplett andere Landschaft.

Unterwegs halten wir immer wieder Ausschau nach Tankstellen. Doch die wenigen, die wir tatsächlich finden, sind verlassen. Zum Hintergrund. Die Usbeken fahren mit Gas statt Benzin.

Blick ins Auto der CrashtestdummiesMitten in der Wüste, die Tanknadel nähert sich bedenklich dem Ende der Skala, treffen wir erneut auf eine verlassene Tankstelle. Nebendran steht ein Bauernhaus. Wir klingeln und fragen einfach nur nach "Bensin". Der Bauer führt uns zu einem Container. Nach ein paar Verständigungsproblemen zeigt er schließlich lächelnd auf 2 Benzinkanister, die er uns nach kurzem Verhandeln verkauft! Wieder 40 l Benzin gesichert. Unsere Reise geht weiter…

Wie die Crashtestdummies überhaupt nach Usbekistan gekommen sind, welche Länder sie durchquert und welche Abenteuer erlebt haben, können Sie in den folgenden Artikeln nachlesen:

Bildquellen:
© Crashtestdummies

 

 

 

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