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Tajik Rally: Etappe 2 - Rumänien, Bulgarien & Türkei

Nach der Checkpoint-Party geht es am nächsten Tag - aufgrund einer Mehrfachbelegung der Schienen etwas verspätet, aber voller Tatendrang - weiter Richtung Süden. Nachdem wir noch unsere ersten Kuscheltiere an ein paar Kids losgeworden sind, geht es weiter.

In einem Rutsch: Rumänien, Bulgarien bis in die Türkei

Durch das wunderschöne Rumänien reisen wir in Richtung Transfagarasan, einem Insidertipp für Wanderer und Bergsteiger. Abends übernachten wir nahe einem angrenzenden Ort - vor wirklich beeindruckender Kulisse.

Aufgrund auslaufender Bremsflüssigkeit beim Passat hat sich Moritz mit den Grenzgängern abends noch das Auto angeschaut, während die anderen Teammitglieder schon zum Essen fahren.

Das Problem am Auto scheint jedoch noch nicht so gravierend zu sein, denn auch Moritz kann noch zum Abendessen dazustoßen und muss nicht hungrig ins Bett.

tajik-rally-etappe-2-autoreperaturDie Strecke führt uns weiter Richtung Schwarzes Meer und Bulgarien. Am Abend sind wir in Warna am Goldstrand angekommen. Inklusive Übernachtung unter freiem Himmel direkt am Strand.

Per Stop-And-Go durch Istanbul

Nach einem erfrischenden Bad in der Früh fahren wir direkt an der Küste weiter in Richtung türkische Grenze. Am frühen Abend erreichen wir Istanbul. Tolle Stadt, tolle Menschen - aber ein katastrophaler Verkehr. Geduld ist eine Tugend, die es für eine solche Fahrt braucht. Diese Erkenntnis werden wir noch so manches Mal bekommen.

Insgesamt dauert unsere Fahrt durch die Stadt etwa 7 Stunden. Fast durchgehend Stop-and-Go. Zwischendrin der ein oder andere Autofahrer, der die Verkehrsregeln großzügig auslegt. Vorsicht ist angesagt! Wir machen noch einen kleinen Abstecher zur Blauen Moschee. Doch kurz vor der Bosporus-Brücke sind nicht nur die Gemüter der Teammitglieder überhitzt: Auch der Passat ist aufgrund des andauernden Stop-And-Go ziemlich heißgelaufen.

Einen Motorschaden möchte hier niemand riskieren. Das Auto wird also kurzerhand abgestellt und wir gönnen uns ein leckeres Abendessen direkt am Bosporus. Schließlich, frisch gestärkt, hinauf auf die Brücke. Nachtfahrt nach Ankara! 

Freundlicher Abschluss der Etappe 2 unserer Tajik-Rally

Dort treffen wir in der Früh Birol, der uns mit zu sich in die Werkstatt nimmt. Sie befindet sich in einem Werkstattviertel am Rande von Ankara. Dort heißt es erstmal ein bisschen erholen, Autos aufräumen und Tee trinken. Birol kümmert sich am Nachmittag netterweise mit Moritz und Leon um den Passat.

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Am Abend begleiten wir Birol dann noch zu seinem Kumpel Arif. Er ist der 15-malige Sieger der Offroad-Meisterschaften in der Türkei und dazu Besitzer einer echt coolen Werkstatt. Arif lädt uns auf Bier und Tee ein, danach gehen wir noch über den Dächern Ankaras usbekisch essen. Zurück geht es dann (zu siebt!) im Taxi zu Birols Wohnung. Hier dürfen wir netterweise übernachten und duschen. Die erste richtige Dusche auf unserer Tajik-Rally, wenn wir von Strand und Flüssen absehen. Fast schon der pure Luxus!

Am nächsten Tag geht es zunächst zum Reifen flicken, denn mit nur drei Reifen fährt es sich eben schlecht. Der Besuch des Atatürk-Mausoleums zusammen mit Birol ist ein Höhepunkt dieses Tages. Wir lassen noch ein Gastgeschenk für Birols Sohn und einen Jungen da, den wir dort kennengelernt haben. Dann packen wir unsere Landkarte aus und suchen einen Weg Richtung Georgien. Zurück zum Schwarzen Meer, zurück auf die Strecke!

Wie waren Ihre Eindrücke von der Landschaft und den Menschen?

"Sehr unterschiedlich, die Länder und Menschen verändern sich je nach Region. Was für uns ganz normal ist, ist woanders unglaublich kostbar. Seien es fließendes Wasser, ein elektronischer Herd oder einfach nur Kleidung. Auch die Landschaft veränderte sich je nach Land. Von großen schneebedeckten Bergen, riesigen Wäldern und saftigen Wiesen über unglaublich weite Steppen und karge Gegenden. Was man sonst nur im Fernsehen in Naturdokumentationen sieht, wird hier einem so richtig bewusst, kann es aber am Anfang gar nicht so richtig begreifen.

tajik-rally-etappe-2-reiseIm Liegen zu essen war für uns dann schon wieder eine Herausforderung, aber man gewöhnt sich gerne an Bequemlichkeiten. Die vielen unterschiedlichen Gerichte waren unfassbar lecker. Allerdings war auch das Eine oder Andere dabei, was man doch lieber liegen lässt und von weitem beobachtet.

Tankstellen gibt es vielerorts kaum welche. Bei den wenigen, die es gibt, muss man dann auch das Glück haben, dass diese noch genügend Benzin hat. Es kommt vor, dass ein LKW-Container geöffnet und aus einem uralten verrostetem Fass mit viel Mühe noch 20 L Benzin geborgen wird. Immerhin gibt es Getränke und Brot zu kaufen. Reservekanister sind hier unglaublich wichtig, da die Entfernung zwischen den Tankstellen mehr als 1000 km betragen kann!

Oft wurden wir von den Menschen komisch angeschaut, aber meistens aus Neugier. Dennoch ist es wichtig, die Regeln und Sitten der Völker und Religionen zu achten! Dazu gehört auch, nicht unbedingt mit kurzer Hose und ohne T-Shirt in Moscheen oder Stadtzentren spazieren zu gehen. Höflich fragen und das Gegenüber respektvoll behandeln ist sehr wichtig."

Erfahren Sie im nächsten Monat, was für Abenteuer und Überraschungen die Jungs der Crashtestdummies in Georgien erwartet.

Lesen Sie hier von den Anfängen der Tajik-Rally:

 

 

 

 

 

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