7 unverzichtbare Werkzeuge für die Motorsägen-Arbeit

Für eine effektive Brennholzaufbereitung braucht es neben der Motorsäge selbst auch eine geeignete Zusatzausstattung. Vom Kombikanister mit Einfüllsystem bis zur nützlichen Tragehilfe: In dieser Liste stellen wir Ihnen die sieben wichtigsten Hilfsmittel für die Motorsägen-Arbeit in Wald und Forst vor.

Nachdem wir uns im vorherigen Beitrag der Schutzausrüstung für die Kettensägenarbeit gewidmet haben, stehen nun die passenden Werkzeuge und Hilfsmittel für die Brennholzaufbereitung im Fokus. Unsere Liste setzt sich, mit absteigender Wichtigkeit für Sie als Brennholzselbstwerber, wie folgt zusammen:

1. Kombikanister mit Einfüllsystem

Die gängige Ausführung ist der praktische 2-in-1-Kanister aus Kunststoff. Er enthält die Betriebsstoffe für die Motorsäge, Zweitaktgemisch und Kettenöl. Der kleinere der beiden Kanister ist für das Kettenöl vorgesehen.

Üblicherweise gehen einer Motorsäge erst Kraftstoff und erst dann das Kettenöl aus. Beim Tanken aber stets beides auffüllen, auch wenn ein Tank noch zur Hälfte gefüllt sein sollte.

Der Grund: Ohne Kettenöl kommt es sehr schnell zu irreparablen Schäden an der Sägekette, ohne Kraftstoff geht die Motorsäge lediglich aus.

Kombikanister mit Einfüllsystem - Motorsäge

Für die Unterbringung von Kombischlüsseln, Feilen und anderem Werkzeug können Kombikanister auch mit einer Satteltasche ausgerüstet werden, so haben Sie alles wichtige direkt am Mann.

Sonderkraftstoffe, wie unser Lubimix, reduzieren die Schadstoffemissionen beim Sägen. Dies kommt der eigenen Gesundheit zugute und die Säge ist in dichten Waldbeständen deutlich weniger geruchsintensiv. Entsprechende Einfüllsysteme für Kraftstoff und Kettenöl sorgen dafür, dass nichts im Waldboden versickert.

2. Kombischlüssel für die Motorsäge

Ein solcher Kombischlüssel für die Motorsäge vereint zwei Schlüsselweiten für Sechskant mit einem Schlitz-Schraubendreher.

Er ist unverzichtbar zum Nachstellen der Kettenspannung, Herausschrauben der Zündkerze und eignet sich zudem für grundlegende Einstellarbeiten an der Säge. Dieses Werkzeug gehört in jede professionelle Motorsägenausrüstung.

3. Rundfeile und Schärfgitter

Rundfeile für die MotorsägeDiese beiden Utensilien dienen dem fachgerechten Nachfeilen und dem Schärfen der Sägekette. Nur eine scharfe Sägekette setzt die Leistung der Säge beim Gebrauch optimal um.

Feilen Sie daher lieber einmal mehr nach, als die Kette durch zu unregelmäßige Wartung völlig stumpf werden zu lassen. Dafür sprechen gleich vier gute Gründe: Es entlastet die Säge, die Kette, den Geldbeutel und die Nerven (Stichwort: Sägefortschritt!) gleichermaßen.

Um beim Schärfen den korrekten Winkel einzuhalten, haben sich in der Praxis handliche und günstige Schärfgitter mit Magnetfuß bewährt.

Für einen schnellen Kettenwechsel im Wald sind eine (scharfe!) Ersatzkette und zudem ein Ersatzschwert empfehlenswert.

Fällheber mit Wendehaken4. Fällheber mit Wendehaken

Dieses Werkzeug ermöglicht ein kontrolliertes Fällen und Herunterdrehen von Schwachholz, also Bäumen mit Stammdurchmessern in Brusthöhe von unter 25 cm.

Die Anwendung setzt eine spezielle Schnitttechnik voraus, damit sich Fällheber und Sägekette nicht berühren können. Benutzen Sie den Fällheber immer mit geradem Rücken, „auf Zug“ und mit der Kraft Ihrer Beine. Fällheberarbeit ist Einmannarbeit, rechnen Sie mit plötzlicher Entlastung. Auch mit dem Wendehaken niemals „auf Druck“ arbeiten, Sie können nach vorne über den Stamm fallen. 

5. Motorsägenkeile

Unverzichtbar beim Fällen von Bäumen sind Keile in verschiedenen Ausführungen, je nach Baumdurchmesser. Sie halten den Sägespalt offen und verhindern, dass das Schwert der Säge unter dem Gewicht des Baumes festgeklemmt wird.

Wir empfehlen Forstkeile aus Kunststoff oder Aluminium, sie splittern bei Kontakt mit der Sägekette nicht. Stahlkeile haben in der Nähe der Motorsäge nichts verloren. Voraussetzung für erfolgreiche Keilarbeit ist ein Spalthammer, siehe dazu Punkt 6.

Forstkeil und Spalthammer6. Spalthammer

Große Spalthämmer gewährleisten die nötige Spaltkraft bei der Keilarbeit. Schlagplatte und der Aufbau des Hammerkopfes sorgen hier dafür, dass sich das sogenannte „Auge“ nicht verformt. Als Auge von Äxten, Beilen oder eben Spalthämmern bezeichnet man das Loch für den Stiel.

Beim Keiltreiben mit einer Axt kann dieses einreißen und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen. Für alle Keilarbeiten gilt: Keinesfalls Stahl auf Stahl schlagen, da sonst Splittergefahr besteht.

7. Tragehilfen

Waldarbeit ist nach wie vor körperlich sehr anstrengend, auch als Selbstwerber. Mit Handpackzangen machen Sie diese Tätigkeit allerdings etwas leichter. Auch ein Sappie, eine Art Haken an einem Axtstiel zum Bewegen von Schnittholz, ist eine sehr nützliche Ergänzung für Ihre Motorsägenausrüstung.

Wir wünschen Ihnen allzeit eine gute und sichere Waldarbeit.

 Ihr Grube-Team

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