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Reisebericht Fjällräven Classic 2017

In der heutigen Zeit voller Hektik, Zahlen, Daten und Fakten suchen viele Menschen den Ausgleich in der Natur. Eine Trekking-Tour in die Wildnis, zu den Ursprüngen, lenkt den Fokus auf die einfachen Dinge des Lebens. 5 Tage, 110 km. Dieser Herausforderung haben sich auch 2017 wieder einige unserer Kollegen gestellt. 10 Fragen an die Teilnehmer:

Was war der Hauptgrund, auch in diesem Jahr wieder an der Fjällräven Classic teilzunehmen?

Amelie: Ich habe bereits 2014 teilgenommen und wollte es eigentlich nicht noch ein weiteres Mal tun. Eigentlich. Die Abenteuerlust, die unglaublich schöne Landschaft und das Erlebnis mit Freunden zu teilen haben einfach überwogen.

Nicola: Endlich wieder mit unserem „alten“ Team starten (auch, wenn ein paar gefehlt haben). An seine eigenen Grenzen zu stoßen und natürlich die Sehnsucht nach dieser einmaligen Landschaft.

Katrin: Digitale Entgiftung, Ruhe, total Entspannung, körperliche Betätigung, die Konzentration auf das Wesentliche und das alles in toller Landschaft mit einer guten Truppe!

Jan Christoph: Ein Hauptgrund ist mit Sicherheit die atemberaubende Natur. Aber auch die Herausforderung und das komplette Abschalten vom Alltag sind ausschlaggebend.Landschaftsbild Fjällräven Classic

Alle im Team laufen bereits zum wiederholten Male mit. Wird die Gegend da nicht langweilig?

Amelie: Nein, auf keinen Fall. Das Wetter dort ist schwer vorhersehbar und je nach Licht und Witterung wirkt die Landschaft einfach immer anders. Außerdem ist von allem etwas dabei: von Büschen und Sträuchern, Flussläufen und Seen über große weite Ebenen mit viel Weitsicht, aber auch Felsen und Gesteinslandschaften.

Nicola: Nein, trotz gleichem Weg ist die Strecke jedes Mal anders. Der Weg kann (im Sommer) nur zu Fuß erkundet werden, ist anspruchsvoll und vielseitig, da kann einem nicht langweilig werden.

Katrin: Nein, da sie witterungsbedingt auch immer ein wenig anders aussieht, bzw. man jedes Mal Neues entdeckt!

Jan Christoph: Ich bin bereits zum 2. Mal mitgelaufen und kann das ganz klar mit "Nein" beantworten. Je nach Wetterlage fasziniert einen die Natur immer wieder aufs Neue.

Was war das schönste Erlebnis während der Fjällräven Classic 2017?

Amelie: Es problemlos über den Tjäktja-Pass geschafft zu haben. Den höchsten und anspruchsvollsten Punkt der Tour.

Nicola: Da gab es mehrere: z.B. der Besuch von einem Rentier am ersten Abend in unserem Camp, der Moment in dem wir alle den Tjäktja Pass (1140 m, der höchste Berg der Tour) bezwungen hatten und natürlich der Zieleinlauf, unter Klatschen der bereits angekommenen Teilnehmer.

Katrin: Das Erreichen des ersten Zeltplatzes am ersten Abend! Da wurde die Tour nochmal realer und greifbarer: es war endlich wieder losgegangen!

Jan Christoph: Das kann ich so gar nicht sagen. Es gibt so viele schöne und einzigartige Momente, da nur einen zu nennen, ist nicht möglich.

Die größte Herausforderung auf der Tour war…?

Amelie: …wieder mit den unterschiedlichsten Charakteren 5 Tage unter außergewöhnlichen Bedingungen gut zurechtzukommen. Trekking: Der Weg ist das ZielJeder Mensch verhält sich in solchen Situationen anders und geht anders mit den Herausforderungen einer solchen Tour um.

Nicola: Für mich eindeutig der Abstieg vom Kieron, da sich dieser über mehrere Kilometer hinzog. Als Belohnung gab es unten am Checkpoint Pfannkuchen mit Sahne und Erdbeermarmelade.

Katrin: Wie immer das Zusammenhalten der Gruppe, deren Fitness doch teils ziemlich unterschiedlich war…

Jan Christoph: … das Aufstehen nach einer stürmischen und regnerischen Nacht mit sehr wenig Schlaf.

Wie verpflegt man sich unterwegs?

Amelie:

  1. COFFEMAN ! Ab dem zweiten Tag trafen wir jeden Vormittag einen Promoter der Firma Primus, welcher an der Strecke frischen Kaffee zubereitete und an die vorbeikommenden Wanderer verteilt hat.
  2. Und wirklich leckeres Fertigessen aus der Tüte. Da kann keine Fünf-Minuten-Terrine mithalten. Ansonsten gibt es diverse Variationen von Nüssen, Schokolade und Trockenfrüchte. Halt das, was man selbst gerne mag, worauf man nicht verzichten möchte und was noch in den Rucksack passt. Tee und Rum sind auch eine feine Sache für den Tagesabschluss, gerade wenn es abends frisch ist oder womöglich regnet.

Ein Rentier als ZaungastNicola: Fjällräven stellt jedem Teilnehmer Trockennahrung, die mit heißem Wasser aufgegossen wird, sowie Brot und Gas für den Kocher. Die Trockennahrung schmeckt sogar sehr lecker. Ansonsten hatte jeder Müsliriegel und Nüsse mit. Und im Notfall konnte man an den Fjäll-Stationen Schoki kaufen.

Katrin: Mit köstlichem Tütenessen von Real Turmat aus Norwegen: https://drytech.no/de/ (ist wirklich gut zu essen!) Neue, bevorzugte Geschmacksrichtung: Pulled Pork mit Reis; Dauerbrenner: Kebab. Ansonsten mit Snickers, Nussmischungen und Knäckebrot.

Jan Christoph: Am Start wird man mit ausreichend gefriergetrockneter Outdoor-Nahrung versorgt, die nur mit heißem Wasser aufgegossen werden muss. Das spart Gewicht und schmeckt deutlich besser als manch einer im Vorfeld denkt. Frisches Wasser ist zum Glück ausreichend durch die vielen Flüsse vorhanden.

Was vermisst man unterwegs am meisten?

Amelie: Nichts! Man genießt einfach mal den vollständigen Ausstieg aus dem Alltag in jeglicher Hinsicht.

Nicola: Eigentlich nichts! Obwohl manchmal eine schöne heiße Dusche toll gewesen wäre.

Katrin: Nichts, ist ja zeitlich sehr übersichtlich!

Jan Christoph: Eigentlich so gut wie nichts. Aber wenn es so kalt wie in diesem Jahr ist auf jeden Fall eine warme Dusche.

Gibt es einen Ausrüstungsgegenstand, auf den kein Teilnehmer des schwedischen Trekking-Klassikers verzichten sollte?

Amelie: Ein sehr guter Schlafsack! Rucksack eines TeilnehmersEs gibt nichts Schlimmeres als nachts wegen Kälte nicht schlafen zu können. Die Erholung braucht man nachts einfach. Auch mit guter Funktionsunterwäsche kann man einen solchen Schlafsack nicht ersetzen.

Nicola: Eine Regenjacke (auch gegen Wind unverzichtbar) und natürlich der Wasserkocher!

Katrin: Gut eingelaufene Schuhe und passende Socken! Und abends einen kleinen Schluck Whiskey.

Jan Christoph: Neben der ganzen Standardausrüstung wie Zelt, Schlafsack usw. sollte jeder sein kleines bisschen Luxus dabei haben. Ob das der Whiskey für den Abend oder die Packung Erdnüsse für unterwegs ist, muss jeder selbst entscheiden. In jedem Fall kann das auch einen nicht so guten Tag retten.

Gibt es etwas, das man für den Alltag von der Tour mitnehmen oder lernen kann?

Amelie: Sich mit der aktuellen Situation/Lage auseinanderzusetzen. Man kann gewisse Dinge definitiv nicht einfach ändern, weil sie einem nicht passen. Das geht dort draußen nicht. Man muss sich arrangieren und das Bestmögliche daraus machen.

Nicola: Einfach mal den Kopf ausschalten und den Alltagsstress vergessen (Kopfurlaub!).

Katrin: Ruhe, Entspannung, Entschleunigung und digitale Entgiftung: Man stirbt nicht, wenn man mal 5 Tage keine Mails, WhatsApps oder Facebook checkt!

Jan Christoph: Ganz klar, verzichten. Wir leben in einer Zeit des Überflusses mit vielen Dingen, die man zum Leben „eigentlich“ nicht braucht. Während der Tour besinnt man sich auf das, was wirklich wichtig ist.

Die Fjällräven Classic zählt jedes Jahr viele Teilnehmer. Führt das nicht zu Staus oder dem Gefühl, auf einer Massenveranstaltung zu sein?

Amelie: Nein, ganz und gar nicht. Lediglich am Start gibt es ein leichtes Gewusel. Dieses verläuft sich aber rasch. Außerdem ist das Starterfeld in 8 Startgruppen aufgeteilt, sodass man sich nirgendwo wie auf einer Großveranstaltung fühlt.

Nicola: Wenn sich am Start die Teilnehmer der Startgruppe sammeln, dann ist alles noch ziemlich wuselig und unübersichtlich, doch spätestens am ersten Abend ist das Team wieder für sich.

Team Grube

Katrin: Die Teilnehmerzahl wurde zu 2017 nochmal reduziert, weil die Logistik das erforderte! Stau gibt es nur beim und kurz nach dem Start. Anstrengend sind leider oft die zahlreichen, teils sehr anstrengenden Asiaten…

Jan Christoph: Überraschenderweise nicht. Durch mehrere Startgruppen verläuft sich das Feld schon nach wenigen Kilometern.

 

Die ersten Gedanken oder Handlungen zurück in Deutschland…?

Amelie: Wo ist nur die Zeit geblieben? Plötzlich ist alles schon wieder vorbei, dabei war es doch gerade so schön. Jetzt beginnt wieder das Leben aus dem Kleiderschrank anstatt dem Rucksack und man muss wieder deutlich mehr Entscheidungen treffen für den Tag.

Nicola: Auf dem Flughafen in Hamburg haben wir gleich die klare Luft in Schweden vermisst. Und Zuhause: „Müde aber glücklich! Wann geht’s wieder los?!“

Katrin: …dass HH gegenüber Kiruna ganz schön eng, vollgebaut und versmogt ist!

Jan Christoph: Schade, schon wieder vorbei.

Herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen!

Bereits im letzten Jahr haben wir über die Fjällräven Classic in einem Vierteiler berichtet.

Lesen Sie hier von den Abenteuern auf der schwedischen Reise:

Erster Teil: 110 km über das Fjäll - eine Reise zu Fuß

Zweiter Teil: 110 km über das Fjäll - eine Reise zu Fuß

Dritter Teil: 110 km über das Fjäll - eine Reise zu Fuß

Vierter Teil: 110 km über das Fjäll - eine Reise zu Fuß

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