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Packliste für die Kanutour – Wildnis neu entdecken

Beim Wandern eröffnet sich ein weitläufiger Ausblick auf die Naturlandschaft: Flüsse, die sich durch grüne Wiesen schlängeln, Schluchten flankiert von imposanten Felswänden. Was wäre, wenn Sie einmal eine andere Perspektive einnähmen? Beim Wasserwandern mit dem Kanu entdecken Sie die Umgebung aus einer völlig neuen Sicht - und trainieren gleichzeitig Arme und Oberkörper. Damit Sie das Ziel sicher und bestenfalls trocken erreichen, lesen Sie in diesem Beitrag, welche Kanutour-Ausrüstung mit ins Boot muss.

Wo sind Kanutouren erlaubt und was ist bei der Routenplanung zu beachten?

Wer Abwechslung in seinen Wanderurlaub bringen möchte, sich nach einem außergewöhnlichen Ausflug sehnt oder den Familiensonntag einmal anders gestalten will, der sollte zum Paddel greifen. Informieren Sie sich vorab genau, ob Sie Ihre geplante Strecke auf dem Wasser erkunden können. In einigen Naturschutzgebieten ist das Paddeln ausdrücklich verboten. Birgt die Route gefährliche Stromschnellen oder Schleusen, so sollten Sie diese Abschnitte zu Fuß umgehen und das Boot tragen. Achtung auch auf großen Flüssen: Hier müssen Sie sehr umsichtig auf den Schiffsverkehr achten. Bevor es auf Tour geht, sollten Sie außerdem eine Packliste für die Kanutour zusammenstellen. Der begrenzte Platz im Kanu bedeutet, sich auf das Notwendigste zu beschränken.

Eine Wanderung zu Wasser – aber auf welchem Paddelboot?

Für eine Tour auf dem Wasser bieten sich verschiedene Kanus an. Denn beim Kanu handelt es sich genau genommen nur um einen Oberbegriff für alle Arten von Paddelbooten. Ob alleine, als Familie, auf ruhigem Gewässer oder im reißenden Wildbach: Je nach geplanter Kanufahrt sollten Sie sich in eines der folgenden Boote setzen.

Kajaks:
Das Kajak ist als Einzel- oder Doppelsitzer erhältlich. Der Kajakfahrer sitzt dabei in einer Sitzlucke, die Beine werden nach vorne zum Bug gestreckt. Das Boot ist rund herum geschlossen. Durch diese robuste Bauweise eignet es sich gut als Wildwasserkajak, denn es bleibt selbst nach Stößen an Fels und Stein heil. Etwas breitere Einsteigerkajaks und Freizeitkajaks sind kippstabil und empfehlenswert für alle Paddelanfänger. Geübte Paddler, die gerne mit hoher Geschwindigkeit durch das Wasser gleiten, sind mit einem wendigen Seekajak oder Tourenkajak gut beraten. Gepaddelt wird mit einem Doppelpaddel.

Kanadier:

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Gehen Sie mit mehreren Paddlern auf Tour oder planen einen eindrucksvollen Familienausflug, bringen Sie alle Mitpaddler im Kanadier unter. Dieses Paddelboot ist oben offen und besitzt eine breitere Bootsmitte, wodurch es nicht so leicht kippen kann. Es erlaubt eine Sitzhaltung, aber auch das Paddeln im Knien oder in der Hocke ist möglich. Das Paddel des Kanadiers unterscheidet sich vom Kajakpaddel: Es verfügt nur über ein Paddelblatt und wird als Stechpaddel bezeichnet. Der Nachteil: Der breitere Kanadier hat eine geringere Manövrierfähigkeit, vor allem bei schlechtem Wetter und schwierigen Wasserverhältnissen.

Faltboote und Luftboote:
Wer sich nicht nur auf dem Wasser fortbewegt, kommt um ein Faltboot kaum herum. Dieses lässt sich so zusammenfalten, dass es zum tragbaren Gepäck wird. Wenn es um ein kleines Packmaß und leichte Handhabung geht, setzt das Luftboot allerdings noch einen drauf: Von Rucksackgröße wächst es innerhalb weniger Minuten zum vier Meter langen Zweier-Kajak heran. In puncto Stabilität können die flexiblen Paddelboote dem Kajak und Kanadier aber nicht das Wasser reichen.

Was gehört zur erforderlichen Kanutour-Ausrüstung?

Diese Ausrüstungsgegenstände sollten mit auf Tour: 

  • Schwimmweste: Die Schwimmweste zählt zur Grundausstattung, denn sie übernimmt eine lebensrettende Funktion im Ernstfall. Deshalb ist sie auch für erfahrene Schwimmer ein Muss. Sie soll bequem, aber passgenau sitzen. Nur so verspricht sie einen guten Auftrieb. Zusätzlich zu beachten: Wählen Sie die Schwimmweste in einer Signalfarbe, damit Sie im trüben Wasser selbst auf die Entfernung sichtbar sind.
  • Paddel: Ob Doppelpaddel oder Stechpaddel, fehlt diese Ausrüstung, ist eine kontrollierte Fortbewegung undenkbar. Nicht vergessen: Auch ein Ersatzpaddel gehört zur Packliste für Kanutouren, vor allem, wenn Sie alleine unterwegs sind. Am besten ist es, wenn Sie das Paddel an einer Sicherheitsleine oder einem Seil befestigen, damit es erst gar nicht zu einem Verlust kommt.
  • Wasserdichte Tonnen oder Säcke: Diese lassen kein Wasser eindringen und können am oder im Boot angebracht werden. Befüllt werden sie mit der wichtigsten Kanutour-Ausrüstung.
  • Wurfbeutel: Der Nylonbeutel oder Wurfsack dient als Rettungsanker und wird jemandem zugeworfen, der gekentert ist.
  • Gewässerkarte: Ungestüme Stromschnellen und hohe Wasserfälle sollten lieber nicht angepaddelt werden. Eine Gewässerkarte hilft dabei, die sicherste Route im Blick zu behalten.
  • Helm für Wildwasserfahrten: Ist eine Kajak-Fahrt auf turbulentem Wildwasser geplant, gehört ein Helm auf die Packliste für die Kanutour.
  • Sonnenschutz: Freiliegende Hautpartien müssen mit wasserfester Sonnencreme geschützt werden.
  • Sonnenbrille: Durch die Reflexion des Wassers blendet die Sonne auf dem Paddelboot besonders stark. Die Sonnenbrille dient als Augenschutz und erlaubt eine gute Sicht auf die richtige Route.
  • Erste-Hilfe-Paket: Neben dem im Set enthaltenen Verbandsmaterial können eine Zeckenzange und Anti-Mückenmittel eine kluge Ergänzung sein.
  • Stirnlampe oder Taschenlampe: Eine Taschenlampe ist unverzichtbar, wenn die Tour im Dunkeln stattfindet oder sich lange hinauszögern könnte.

Für mehrtägige Touren: Gehen Sie länger auf Tour, denken Sie auch an Zelt, Schlafsack und Campingkocher inklusive Geschirr. Hygieneartikel, Medikamente und Reisedokumente sind weitere Utensilien, die für eine lange Kanutour bedeutend sind.

Welche Kleidung muss auf der Packliste für die Kanutour stehen?

Kleidung, die auf die Packliste für die Kanutour kommt, sollte vor allem folgende Kriterien erfüllen: wasserdicht, schnelltrocknend und mit UV-Ausrüstung. Folgende Outdoorbekleidung eignet sich für eine risikoarme Kanufahrt in Ufernähe und bei warmen Temperaturen: Kanutouren-kennen-keine-Altersgrenze

  • Schuhe und Sportsocken: Neopren-Socken sind eine gute Wahl für die nassen Bedingungen auf Kanutouren. Als Schuhwerk eignen sich wasserdichte Schuhe: vom leichten Neoprenschuh über den Wanderstiefel bis hin zum Gummistiefel – wie er in Skandinavien gerne beim Kanufahren getragen wird – bieten sich gleich mehrere Schuhe an. Die wasserdichte Eigenschaft ist wichtig, damit der Fuß beim An- und Ablegen trocken bleibt. Geht es auf Mehrtagestour, sollte noch ein zweites Paar Schuhe auf die Packliste für Kanutouren. Während die Hauptschuhe trocknen, reichen Turnschuhe, leichte Outdoor-Schuhe oder bei Schönwetter auch Trekking-Sandalen als Zweitschuhe.
  • Funktionsshirts, Hemden oder Blusen: Die ideale Oberbekleidung bei Schönwetter. Funktionswäsche trocknet schnell und erlaubt hohe Bewegungsfreiheit für eine ausgereifte Paddeltechnik.
  • Outdoorhose: Auch die kurze oder lange Hose sollte elastisch und strapazierfähig sein, um ein problemloses Aus- und Einsteigen zu ermöglichen. Zusätzlich bietet sie Schutz vor blutgierigen Insekten.
  • Leichtgewichtige Jacken: Windjacken, Fleecejacken oder Softshelljacken sind wind- und wasserabweisend und angenehm zu tragen.
  • Kopfbedeckung: Es gibt Routen, auf denen der Kanute permanent der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Wählen Sie einen Hut mit Krempe oder eine Kappe, am besten mit zusätzlichem Stoff im Nacken.
  • Regenjacke: Selbst wenn es auf dem Wasser ohnehin ziemlich nass werden kann, ist es unangenehm, wenn auch von oben noch Regen auf Sie hinunterprasselt. Egal ob Sie sich noch auf dem Wasser befinden oder am Ufer den ärgsten Regenguss abwarten, eine wasserdichte Regenjacke gehört auf jeden Fall auf die Packliste für eine Kanutour.
  • Wechselkleidung: Landet der Kanute unfreiwillig im Wasser, muss auch ein Satz Wechselkleidung in die wasserdichte Gepäcktonne.
  • Badehose oder Badeanzug: Falls Sie einmal freiwillig über Bord gehen möchten, denken Sie auch an die Badesachen.
  • Bei kühlem Luftzug: Handschuhe und Mütze nicht vergessen.

Bei Wassertemperaturen unter 15 Grad sollten Sie Kleidung und Schuhe aus Neopren tragen, damit Sie bei einem Sturz ins Wasser länger handlungsfähig bleiben. Kanuten, die sich regelmäßig auf Tour begeben und Profi-Paddler wissen die Vorzüge von Neopren und Paddelkleidung auch in der wärmeren Jahreszeit zu schätzen. Hartgesottene, die sich auch im Winter auf Paddeltour wagen, sollten sich in einen Trockenanzug und wärmende Funktionsunterwäsche kleiden.

Welcher Proviant stärkt während der Paddeltour? Eins-mit-der-Natur-sein-beim-Paddeln

Wie beim Wandern auf festem Boden gilt auch hier: Kohlenhydrat- und eiweißreiches Essen einpacken, fetthaltige Speisen zu Hause lassen. Bei den frischen Lebensmitteln stehen Vollkornbrot mit magerem Belag, Obst und Gemüse ganz oben auf der Packliste. Energieriegel benötigen nur wenig Platz und sind ebenso eine vollwertige Mahlzeit auf Tour. Führt Sie Ihre Wanderung mehrere Tage über Wasser und Wiesen, lautet die Empfehlung: Trekkingnahrung. Die getrockneten Speisen sind sehr leichtgewichtig und lange haltbar. Packen Sie den Proviant vorzugsweise in wasserdichte Lunchboxen oder Beutel und verstauen Sie die Lebensmittel auch auf dem Boot in der Kanutonne oder im Packsack. Und wie so oft: Viel Flüssigkeit trinken, am besten Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte – und zwar immer schon, bevor der Durst da ist.

Zusammenfassung Packliste für die Kanutour:

Im und am Boot:

  • Schwimmweste
  • Paddel und Ersatzpaddel
  • Tonne oder wasserdichter Sack
  • Wurfsack
  • Kartenmaterial
  • Sonnenbrille
  • Sonnenschutz
  • Erste-Hilfe-Paket (evtl. mit Anti-Mücken-Spray und Zeckenzange)
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Handy und/oder Kamera (Tipp: in wasserdichte Hülle verpacken)
  • evtl. Bargeld, EC- oder Kreditkarte
  • evtl. Helm

Bekleidung: Das-Richtige-fuer-Actionliebhaber-Wildwasser-Rafting

Bei wärmeren Temperaturen, in Ufernähe, für erste Paddelausflüge in ruhigem Gewässer:

  • Gewöhnliche Wanderbekleidung (Funktionsshirt, Outdoorhose, leichte Jacke)
  • Wanderschuhe, Wandersocken
  • Regenjacke
  • Kappe oder Hut, bei kühlem Wind auch Mütze und Handschuhe
  • Wichtig: Wechselkleidung

Bei kühlen Wassertemperaturen, bei Touren in schnellfließendem Wasser wie z. B. frischen Gebirgsbächen:

  • Kleidung und Schuhe aus Neopren
  • Funktionswäsche
  • Mütze, Handschuhe
  • für Wintertouren, ganz kaltes Wasser: Trockenanzug

Proviant:

  • Obst oder Gemüse
  • Vollkornbrot
  • Energieriegel
  • viel Flüssigkeit (Wasser, Tee, verdünnter Fruchtsaft)

Zusätzlich bei mehrtägigen Kanutouren:

  • Zelt, Schlafsack, Isomatte
  • Campingkocher, Feuerzeug, Besteck, Geschirr und Müllsäcke
  • Hygieneartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Outdoor-Seife, Handtuch, Toilettenpapier)
  • Trekkingnahrung
  • evtl. Medikamente
  • evtl. Reisedokumente und Ausweis
  • evtl. Ersatz-Akku und Ladekabel

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