Mykorrhiza – die natürlichen Helfer der Pflanzen

Mykorrhiza. Ein seltsames Wort, bei dem man beim ersten Lesen eventuell stockt und ein zweites Mal hinschauen muss. Es beschreibt eine bestimmte Gruppe von Pilzen – und die sind tatsächlich eine ganz große Leistung der Natur. Mit ihren Fähigkeiten sind sie zu einem hilfreichen, biologischen Werkzeug für die Rekultivierung und den Landschaftsbau geworden. Sie stellen die ideale Lösung für eine nährstoffreiche, naturbelassene Begrünung dar.

Was ist Mykorrhiza?

Das Phänomen Mykorrhiza wurde bei bestimmten Pilzarten in einem mehrjährigen Zeitraum von 1840 bis 1880 von Wissenschaftlern entdeckt und untersucht. Die Mykorrhiza-Pilze gehen mit ihrem 
Feinwurzelsystem natürliche Symbiosen mit Pflanzen ein. Das passiert aus gutem Grund: Sowohl Pilz als auch die kontaktierte Pflanze profitieren von diesem Zusammenschluss. Die Pflanzen bekommen lebenswichtige Nährstoffe wie Nitrat und Phosphor, während der Pilz im Gegenzug benötigte Photosyntheseprodukte erhält, die er als nicht-grünes Gewächs nicht selbst herstellen kann.

Warum wird Mykorrhiza eingesetzt?

Das Thema Mykorrhiza weist in der heutigen Zeit eine Aktualität und Relevanz wie nie zuvor auf. Durch die große Industrialisierung der Begrünung sind Pflanzen vermehrt Stress und Herausforderungen ausgesetzt – der Boden wird kontinuierlich überbeansprucht, es fehlen oft wichtige Nährstoffe. Herkömmliche Pflanzensubstrate können den Mangel nur schwer ausgleichen und sorgen nicht für eine nachhaltige Vitalität. Da kommt Mykorrhiza ins Spiel: Pilz und Nutzpflanze geben sich die Nährstoffe, die sie brauchen. Außerdem hält die durch Mykorrhiza verbesserte Bodenstruktur das WasserMykorrhiza_Topf_300x300 im Wurzelraum und erhöht somit die nutzbare Wasserspeicherkapazität. Das Ergebnis: Die Pflanze ist wüchsiger, blühkräftiger, ertragreicher und widerstandsfähiger gegen biotische und abiotische Schadeinflüsse. Bei Kulturen und Aufforstungen kann somit die Ausfallquote um bis zu 1/3 signifikant verringert werden.

Die nackten Zahlen beweisen den Erfolg, den der Pilz beschert. So haben wir während unserer Tests mit Mykorrhizaprodukten herausgefunden, dass es beispielsweise möglich ist, bei der Buche die Nährstoffaufnahme um 37,5 % zu erhöhen. Bei der Eiche wird das Wurzelwachstum um bis zu 28,57 % verbessert. Zudem steigert sich bei beiden Baumarten die Stresstoleranz um satte 40 %.

Wo wird Mykorrhiza eingesetzt?

Die fähigen Pilze sind nicht nur unter dem Aspekt einer industrialisierten Nutzung die richtigen Unterstützer – sie helfen überall dort, wo es grünt und blüht. Generell gilt: Je schlechter der Boden, desto mehr profitiert die Pflanze und je jünger die Pflanze, desto früher werden die Verbesserungen sichtbar.

Wie wird Mykorrhiza eingebracht?

Mykorrhiza sollte idealerweise schon im Saatbeet mit einem Saatstock eingebracht werden. Nachträglich geht die Einbringung auch im Randbereich der Wurzel. Das ist besonders für die Revitalisierung eine erfolgversprechende Einsatzmethode. Der optimale Anwendungszeitraum ist die Vegetationsperiode, wenn das Wurzelwachstum aktiv ist. In den Sommermonaten sollte auf eine "Impfung" verzichtet werden, da die zu beimpfende Pflanze dann ggf. Trockenstress und Wassermangel ausgesetzt ist.

Die optimale Menge variiert dabei je nach Pflanzenart und Wurzeldurchmesser. Gut zu wissen: Die Pflanze wird nicht geschädigt, falls mal zu viel Mykorrhiza eingesetzt werden sollte.

Welche Arten Mykorrhiza gibt es?

Wie bei anderen Pflanzen auch, besticht der Mykorrhiza-Pilz durch Vielfalt. Jede Gruppe hat andere Eigenschaften und ist für unterschiedliche Nutzungsarten geeignet – je nachdem, ob z. B. in Wäldern, auf Feldern oder an Hanglagen mit Pflanzen gearbeitet wird.

EktomykorrhizaMykorrhiza_Wald_300x300_neu

Diese Gruppe ist am häufigsten in den mitteleuropäischen Wäldern anzutreffen. Sie ist somit die erste Wahl für eine vitalisierende Symbiose im Bereich Forst. Sie wächst auch in Wurzelrinden hinein und bildet dort ein Netzwerk, das den Nährstoffaustausch noch effizienter macht.

Endomykorrhiza

Diese Ausprägung ist bei allen käuflichen Produkten rund um die Mykorrhiza beigemischt, denn sie ist der Allrounder unter diesen Pilzen – eine sehr große Anzahl an (Nutz-)Pflanzen können von ihr profitieren und vitalisiert werden.

Ericoide Mykorrhiza

Krautige Pflanzen profitieren besonders von diesen Pilzen. Daher trifft man zum Beispiel Moorbeetgewächse und Heidekraut nie „solo“ an, sondern fast immer in einer Symbiose mit ihnen.

Sie möchten das Talent der Mykorrhiza gerne einmal selbst auf die Probe stellen? Egal, ob auf Ihren Feldern, in Ihrem Wald oder in Ihrem Garten – dieser starke Pilz sorgt für Vitalität bei Ihren Pflanzen. Um eine möglichst optimale Symbiose zu erreichen, finden Sie bei den Qualitätsprodukten von Inoq die für Ihre Zwecke passende Mykorrhiza. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

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