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Corona – Systemrelevanz Jagdausübung

Das, was momentan in Deutschland und auf der ganzen Welt passiert, hätte kaum jemand für möglich gehalten. Die Pandemie aufgrund des Corona-Virus hat unser Leben verändert. Sie hat uns Einschränkungen auferlegt und uns alle an Grenzen gebracht. Aber diese außergewöhnliche Situation hat uns vielleicht auch positiv ein wenig verändert, uns gezeigt, was alles machbar ist und wozu wir fähig sind, wenn wir nur wollen. Es ist wieder ein Miteinander entstanden und ist offensichtlich geworden, was wirklich WICHTIG und schützenswert im Leben ist. Die Berichterstattung rund um die Corona-Krise hat in diesem Zusammenhang das Wort Systemrelevanz hervorgebracht. Wer oder was systemrelevant ist und was die Jagd damit zu tun hat, erfahren Sie im folgenden Blogbeitrag.

Wer oder was ist systemrelevant?

Systemrelevant sind Berufe und Tätigkeiten, die für die Gesellschaft und den Erhalt unseres Systems extrem bedeutsam sind. Wer unverzichtbare Arbeit und damit systemrelevante Arbeit für die Gesellschaft leistet, ist inzwischen jedem vollkommen klar. Ohne die Beschäftigten in diesen Berufen, hierzu gehören unter anderem Ärzte und Ärztinnen, Schwestern und Pfleger, Verkaufspersonal in Supermärkten, Lkw-Fahrer, Mitarbeiter bei der Müllabfuhr, Landwirte und auch Jäger, wäre die gegenwärtige Situation nicht zu bewältigen. Die Liste der systemrelevanten Berufe und Tätigkeiten kann allerdings von Bundesland zu Bundesland variieren.

Die Ausübung der Jagd ist systemrelevant!

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Frau Julia Klöckner, sowie ihre Kollegen Bundesminister für das schwarzwild_auf_feldGesundheitswesen, Herr Dr. Jens Spahn und Bundesminister des Inneren, Herr Horst Seehofer sind sich darüber einig, dass die Jagd zum Schutz der systemrelevanten Daseinsvorsorge und zu der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest extrem bedeutsam ist. Sie halten eine Befreiung einer allgemeinen Ausgangssperre für Jäger zum Schutz der Winter- und Sommerkulturen der Landwirtschaft, insbesondere dem Gemüse-, Kartoffel- und Weinanbau, für gerechtfertigt. Durch die Jagdausübung wird die Ernährungsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland gesichert.

Die Jägerschaft hat damit einen konkreten Auftrag und steht bei der Bundesregierung gemäß § 1 Abs. 2BJagdG in der Pflicht und Verantwortung, für den Schutz der land- und forstwirtschaftlichen Kulturen vor Wildschäden und wildbedingten Ernteausfällen Sorge zu tragen.

Trotz einer Befreiung der Jäger von einer allgemeinen Ausgangssperre unterliegt die Jagdausübung gewissen Auflagen, um auch hier das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten:

  • die Fahrt ins Revier hat auf direktem Wege zu erfolgen
  • die Jagd darf nur in Form einer Einzeljagd durchgeführt werden
  • Abstands- und Hygienevorschriften müssen eingehalten werden

Systemrelevanz – Privileg, Verpflichtung und Chance für die Jagd

Dieser besondere Auftrag der Bundesregierung ist für die Jägerschaft eine außerordentliche Anerkennung und ein großes Privileg. Nutzen wir dies als Chance und einen zusätzlichen Weg, um in der Öffentlichkeit und bei der nichtjagenden Bevölkerung die Jagd weiterhin positiv darzustellen und die Akzeptanz für Jagd und Jäger weiter auszubauen.

Waidmannsheil Ihr Grube-Team

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